Seriennahe Version auf der Fachmesse „Eurobike“ in Friedrichshafen zu sehen Smart ebike geht in Serie

smart ebike
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Entwickelt und gebaut wird das smart ebike in Kooperation mit der in der Nähe von Berlin ansässigen E-Bike-Manufaktur GRACE. Die Markteinführung findet im ersten Halbjahr 2012 statt, den Vertrieb übernehmen vorerst smart Händler in Europa und Nordamerika.

E-Bikes liegen im Trend. So stiegen die Verkaufszahlen nach Angaben des Zweirad-Industrie-Verbands (ZIV) allein in Deutschland von 70.000 (2007) auf 200.000 Einheiten (2010). Für das Jahr 2018 prognostiziert der ZIV einen E-Bike-Anteil an den deutschen Fahrradkäufen von 15 Prozent. Und in Europa fällt der Boom noch stärker aus. Entschieden sich 2007 rund 200.000 Menschen für ein Elektrofahrrad, so waren es 2009 laut ZIV bereits 500.000. 2010 schließlich wurden rund 700.000 E-Bikes europaweit verkauft – ein Plus von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Und an diesem Wachstum will smart mit seinem ebike partizipieren. Der Elektromotor des Pedelec (Pedal Electric Cycle) ist ein wartungsfreier und bürstenloser Hinterradnabenmotor von BionX, Er schaltet sich zu, sobald der Fahrer – wie bei einem herkömmlichen Fahrrad – in die Pedale tritt. Die Muskelkraft wird über einen langlebigen und geräuscharmen Riemenantrieb zum Hinterrad übertragen, eine integrierte Dreigang-Nabenschaltung sorgt für den Gangwechsel.

Wie viel Leistung der 250-W-starke Elektromotor zur Unterstützung seiner Muskelkraft liefert, entscheidet der Fahrer eines smart ebike dabei per Knopfdruck am Lenker. Je nach Bedarf lassen sich vier Leistungsstufen abrufen, die vierte und stärkste Stufe sorgt für maximalen Schub. Abhängig von der gewählten Leistungsstufe und dem Fahrverhalten kann die Reichweite mit einer Batterieladung über 100 km betragen.

Die Lithium-Ionen-Batterie zählt mit über 400 Wh zu den leistungsstärksten Akkus im Wettbewerbsumfeld. Aufgeladen werden kann die portable Batterie entweder an einer herkömmlichen Steckdose oder, noch ökonomisch und ökologisch vorteilhafter, während der Fahrt: Wird gebremst, wird der Radnabenmotor zum Generator. Die dabei gewonnene Bremsenergie wird in elektrische Energie umgewandelt und in der Lithium-Ionen-Batterie des smart ebikes gespeichert.

Vorne und hinten sind MT4-Scheibenbremsen von Magura eingebaut, die beim Bremsen die Stromzufuhr zum Motor unterbrechen, dessen Vortrieb stoppen und ihn zur Rekuperation zum Generator umpolen. Für dasInfotainment ist eine USB-Schnittstelle serienmäßig an Bord und ermöglicht mit Hilfe eines flexiblen Cradles den Anschluss vieler mobiler Endgeräte. Geplant ist, für das iPhone eigens eine App zu entwickeln. Damit können smart ebike-Fahrer dann ihr iPhone als Informationszentrale nutzen und unter anderem Angaben zu Ladezustand und Reichweite abrufen.

Man benötigt in EU-Ländern keinen Führerschein und kein Versicherungskennzeichen, da der Elektromotor bei einem Pedelec nur bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h den Vortrieb unterstützt.

Mit Hilfe unterschiedlicher Varianten für Lenker und Sattelstütze lässt sich das smart ebike an verschiedene Körpergrößen anpassen. Neben einem Gepäckträger wird es auch weitere Staumöglichkeiten geben. So werden derzeit hochfunktionale Taschen im smart-Design, die speziell auf das Gepäckträgersystem zugeschnitten sind, entwickelt.