Peer Stritzinger Programmiergerät für ECUs

Programmiergerät
Programmiergerät

Das Programmiergerät Hydraprog 3 von Peer Stritzinger lässt sich flexibel zur Programmierung von Automotive-Steuergeräten einsetzen. Denn einerseits unterstützt es alle gängigen Automotive-Feldbusse. Andererseits können die Geräte in der Entwicklung aber auch zum Aktualisieren von tausenden Steuergeräten genutzt werden.

Das ECU-Flashen gestaltet sich sicher und zuverlässig. So kann der Nutzer komplexe mehrstufige Flash-Prozesse in den Konfigurationsdaten spezifizieren. Vorbedingungen in den Konfigurationsdaten stellen sicher, dass für jede ECU die korrekte Schrittabfolge durchgeführt wird. Nachträglich werden die Resultate noch überprüft. Außerdem kann der Nutzer die Geräte an seine eigenen Qualitätssicherungsmaßnahmen anpassen.

Darüber hinaus ist die Architektur von Hydraprog-3 für eine geringe Latenzzeit und einen hohen Durchsatz ausgelegt. Jeder Kanal arbeitet unabhängig vom anderen und kann vom Nutzer vollkommen frei eingesetzt werden. ECUs, bei denen das Flashen abgeschlossen ist, können ersetzt werden, während über die anderen Kanäle noch programmiert wird. Für jeden Kanal steht ein eigener Satz von Lichtsignalen zur Verfügung, der den jeweiligen Status der Programmierung anzeigt.

Um einen hohen Durchsatz zu ermöglichen, können die Hydraprog-3-Geräte in einer Daisy-Chain-Konfiguration zu einem Cluster zusammengeschlossen werden, das dann wie ein einziges Gerät fungiert. Für die Vernetzung ist nur die Verkabelung notwendig, eine Konfiguration ist nicht erforderlich. Dadurch lässt sich die Kapazität den jeweiligen Bedürfnissen anpassen. Des Weiteren lässt sich jedes einzelne Gerät mit bis zu vier externen Flash-Gateways erweitern, so dass lange Flash-Zeiten kein Problem mehr sind.

Hydraprog-3 ist überdies zukunftssicher. Das Gerät besteht aus einer Standardplattform, die alle derzeit gängigen Feldbusse in der Automobilindustrie unterstützt. Pro Kanal können zwei Spannungen per Software eingestellt werden, wobei bereits heute 42 V unterstützt werden. Auch die Unterstützung zukünftiger Feldbusse ist möglich, denn Hydraprog-3 ist durch den Einbau von Gateway-Modulen modular erweiterbar. So hat das Unternehmen beispielsweise 2010 ein APIX2 Gateway Modul hinzugefügt, in diesem Jahr wird ein Modul folgen, das APIX2 wie bisher mit AShell aber auch mit Ethernet over APIX beherrscht. Auf diesem Gateway-Modul wird außerdem auch noch OABR-Ethernet unterstützt. Zusammen mit dem, in den Grundgeräten eingebauten Gateway-Modul sind damit in einem Gerät zusätzlich noch MOST (mit eingebauten MOST-Master), FlexRay, CAN und LIN verfügbar. Dabei bleibt immer noch ein Modulplatz pro Kanal frei für zukünftige Erweiterungen. Darüber hinaus stehen Module zur Verfügung, mit denen Hydraprog-3 auch für andere Anwendungen wie beispielsweise Testen oder Kalibrieren genutzt werden kann.

Der Nutzer kann selbst bestimmen, welche Informationen er über eine ECU erfassen will. Während des Normalbetriebs werden die Flash- und Konfigurationsdaten von einem USB-Speicher-Stick gelesen und die erfassten Daten auf dem Speicher-Stick abgelegt. Wenn mehrere Geräte in einem Cluster zusammenarbeiten, werden die Flash- und Konfigurationsdaten automatisch verteilt und die erfassten Daten von den angeschlossenen Geräten gesammelt. Es besteht ferner die Möglichkeit, die erfassten Daten über das Netz in eine kundenspezifische Datenbank zu schreiben.