Entwicklungszentrum Weissach ausgebaut Porsche investiert 150 Mio. Euro

Feierliche Eröffnung: Von links nach rechts: Dr. Wolfgang Porsche, Aufsichtsratsvorsitzender Porsche AG; Winfried Kretschmann, Ministerpräsident Land Baden-Württemberg; Uwe Hück, Gesamtbetriebsratsvorsitzender Porsche AG; Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender Porsche AG; Ursula Kreutel, Bürgermeisterin Gemeinde Weissach; Thomas Fritsch, Bürgermeister Gemeinde Mönsheim, und Wolfgang Hatz, Vorstand Forschung und Entwicklung Porsche AG.
Feierliche Eröffnung: Von links nach rechts: Dr. Wolfgang Porsche, Aufsichtsratsvorsitzender Porsche AG; Winfried Kretschmann, Ministerpräsident Land Baden-Württemberg; Uwe Hück, Gesamtbetriebsratsvorsitzender Porsche AG; Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender Porsche AG; Ursula Kreutel, Bürgermeisterin Gemeinde Weissach; Thomas Fritsch, Bürgermeister Gemeinde Mönsheim, und Wolfgang Hatz, Vorstand Forschung und Entwicklung Porsche AG.

Die 150 Mio. Euro stellen das größte Investitionsprojekt in der Geschichte des Entwicklungszentrums Weissach dar. Entstanden sind damit drei neue Gebäude: das Design-Studio mit Konzeptbau, ein aero-akustischer Windkanal und das Elektronik-Integrationszentrum, die jetzt festlich eröffnet wurden.

Porsche bündelt seit langem in Weissach alles an einem Ort: von der Konzept- bis hin zur Serienentwicklung (von den ersten Designskizzen über Antrieb, Karosserie, Fahrwerk, Elektrik und Elektronik) einschließlich der Fahrtests auf eigenen Straßen- und Gelände-Parcours. Das zeichnet auch im Konzernverbund von Volkswagen die Stärke von Weissach aus. Wie in den beiden anderen Haupt-Entwicklungsstandorten Wolfsburg und Ingolstadt verantwortet Weissach grundlegende Baukästen und Technologien, die auch bei Fahrzeugen der Schwestermarken zum Einsatz kommen.

Mit dem neuen Studio erhalten die Design-Mitarbeiter optimale Bedingungen für den gesamten kreativen Schaffensprozess von Exterieur und Interieur der Porsche Fahrzeuge. Von der ersten Vision bis zur fertigen Form – die gesamten Sportwagen entstehen nun unter einem Dach. Der architektonische Aufbau des neuen Studios ermöglicht ein Maximum an Transparenz und Kommunikation und stärkt den interdisziplinären Austausch mit den Disziplinen „Vorbereitung“ und „Strömungsprüfstände“, deren Mitarbeiter mit den Designern im selben Gebäudekomplex zusammenarbeiten.

Direkt am Studio steht der neue Windkanal. Die Nachbarschaft fördert die tägliche Zusammenarbeit und reduziert die Zeitzyklen zwischen Design und aero-akustischer Entwicklung. Dabei setzen die Experten den Windkanal mehrfach ein zwischen einem frühen Entwicklungsstadium der Designstudien bis zur Prüfung von serienreifen Fahrzeugen. Gebäude und Anlagen für den Windkanal stellen die größte Einzelmaßnahme im Rahmen der 150 Millionen Euro-Investition des Sportwagenherstellers an diesem Standort dar. Die Kernziele des neuen Windkanals liegen in energieeffizienter Aerodynamik, noch höherer Fahrsicherheit und noch mehr Fahrkomfort für zukünftige Fahrzeuggenerationen.

Das unmittelbar benachbarte Elektronik-Integrationszentrum (EIZ) bündelt die Arbeit der Porsche-Entwickler rund um die Themenfelder Elektronik und Elektrik unter einem Dach. Bislang waren die einzelnen Abteilungen der Elektronik und Elektrik über zwölf verschiedene Gebäude am Standort Weissach verteilt. Diese – mit der seit Jahrzehnten zunehmenden E-Techniken in Autos – historisch gewachsene Verteilung erwies sich bei der stetig wachsenden Komplexität der Fahrzeug-Funktionen als echte Entwicklungsbremse. Die intelligente und prozessfördernde Architektur des Gebäudes macht nun aus dem EIZ einen echten Innovationsbeschleuniger.

Aktuell sind im EZW über 6000 Mitarbeiter von Porsche (4500) und Partnerunternehmen (1500) in der Entwicklung, im Motorsport, im Einkauf und den unterstützenden Bereichen beschäftigt.