AT&T, Ford, Nokia und Qualcomm Plattform für vernetze Autos und autonomes Fahren

Mit dem Chipset 9150 C-V2X und dem entsprechenden Referenz-Design will es Qualcomm den Autos ermöglichen, die über unterschiedliche Sensoren gesammelten Daten aufzubereiten und sie mit anderen Autos auszutauschen. Wie sich die Anbieter und Betreiber von Mobilnetzwerken sowie weitere Partner für den Aufbau einer Infrastruktur für autonomes Fahren einbinden lassen und wie das die Verkehrssicherheit und -effizienz erhöht, zeigt jetzt ein Test in San Diego.
Mit dem Chipset 9150 C-V2X und dem entsprechenden Referenz-Design will es Qualcomm den Autos ermöglichen, die über unterschiedliche Sensoren gesammelten Daten aufzubereiten und sie mit anderen Autos auszutauschen. Wie sich die Anbieter und Betreiber von Mobilnetzwerken sowie weitere Partner für den Aufbau einer Infrastruktur für autonomes Fahren einbinden lassen und wie das die Verkehrssicherheit und -effizienz erhöht, zeigt jetzt ein Test in San Diego.

Cellular-V2X vernetzt Autos und verbessert dadurch die Sicherheit. Wie das Zusammenspiel funktioniert, testen die Partner jetzt in San Diego.

Cellular-V2X (C-V2X) haben AT&T, Ford, Nokia und Qualcomm ins Leben gerufen, um die Entwicklung vernetzter Fahrzeuge zu beschleunigen. Der Test soll nun auf dem San Diego Regional Proving Ground mit der Hilfe der San Diego Association of Governments (SANDAG), Caltrans, the City of Chula Vista und McCain Inc. stattfinden und noch in diesem Jahr beginnen. McCain hat sich darauf spezialisiert, intelligente Transportsysteme (Intelligent Transportation Solutions, kurz ITS) zu entwickeln.

Ziel ist es unter Beweis zu stellen, dass C-V2X die Sicherheit erhöht und den Verkehr über die Vernetzung insgesamt effizienter macht. Außerdem soll der Test zeigen, wie die Beteiligten Firmen zusammen arbeiten können, um beispielsweise Basisstationen für den zellularen Mobilfunk und die Infrastruktureinrichtungen an den Straßen optimal aufeinander abgestimmt zu platzieren.

C-V2X wurde im Rahmen des 3rd Generation Partnership Project (3GPP) 2017 als Erweiterung des globalen zellularen Standards definiert und zielt speziell darauf ab, autonomes Fahren zu ermöglichen. Dazu werden die Fahrzeuge die Mobilfunktechniken beispielsweise nutzen, um Notrufe abzusetzen oder zu empfangen, Over-the-Air-Updates (OTA) durchzuführen, Ferndiagnosen durchzuführen und Verkehrsinformationen in Echtzeit zu empfangen.

Vor allem erlaubt C-V2X den Fahrzeugen, sowohl direkt untereinander zu kommunizieren als auch mit den Smartphones von Fußgängern und der Infrastruktur an den Straßen. Dazu steht das 5,9-GHz-Band zur Verfügung, das ohne ein zellulares Netz auskommt und wofür auch keine Teilnahmegebühren anfallen. Damit ergänzt C-V2X die übrigen ADAS-Sensor-Systeme wie Kameras, Radar und Lidar. Auch C-V2X ist für 360-Degree Non-Line-of-Sight (NLOS) ausgelegt. Damit kann das Fahrzeug „um die Ecke sehen“, es weiß, was in nicht einsehbaren Kreuzungsteilen vor sich geht oder auf der Fahrbahn hinter der Kuppe. Und es weiß trotz schlechter Wetterbedingungen wie Schneefall und Nebel immer, was in seiner näheren und weiteren Umgebung vor sich geht.

Für den Test stattet Ford die eigenen Autos mit dem 9150-C-V2X-System von Qualcomm aus. Das 4G-LTE-Netz von AT&T ergänzt diese direkte Kommunikation, die die Basisstationen und auch die Edge-Computer-Technik von Nokia nutzt. McCain wird für die Integration der aktiven Verkehrsschilder und der zugehörigen ITS-Infrastruktur sorgen.

Die direkte C-V2X-Kommiunikation findet im 5,9-GHz-IST-Spektrum statt. Die Tests sollen zeigen, wie sich die Sicherheit über die direkte Kommunikation von Auto zu Auto verbessern lässt. Dazu gehören Aufforderungen, anzuhalten oder nicht vorbei zu fahren, Begleitung durch Kreuzungen, Unterstützung bei links abbiegen und viele ähnliche Funktionen. In den Tests wollen die Partner außerdem erforschen, wie sich die Kommunikation zwischen den Fahrzeugen nutzen lässt, um den Verkehr insgesamt effizienter zu machen, indem auch das Mobilnetz von AT&T sowie die Cloud-Infrastruktur von Nokia eingebunden werden. So erhalten die Fahrer ständig die aktuellsten Verkehrshinweise.