Zahl der Fahrzeugmodelle steigt unaufhörlich MOST erreicht die 100-Marke

Die Zahl der Automodelle, die sich auf den MOST Infotainment-Backbone stützen, hat jetzt die Einhundertmarke erreicht, das heißt, 100 Fahrzeugmodelle sind bereits auf den Straßen unterwegs.

MOST konnte sich für Automotive-Verhältnisse rasant schnell durchsetzen: Kam 2001 das erste MOST-Auto auf den Markt, setzten 2002 bereits 13 weitere Modelle den Infotainment-Backbone ein. Im Oktober 2007 hatte die Technologie noch die 50-Marke geknackt, um im März 2009 auf eine Anzahl von 68 Modellen anzusteigen - und jetzt sind es 100 Modelle.

Regional hatte MOST 2001 in Europa seinen Ausgangspunkt. Und es dauerte seine Zeit, bis der Rest der Welt dem europäischen Ansatz folgte. So kamen erst 2007 die ersten asiatischen Fahrzeughersteller mit entsprechenden Autos auf den Markt, die Amerikaner wollten aber immer noch nicht auf den Zug aufspringen. Mittlerweile gibt es aber 22 Modelle aus Asien und endlich hat sich auch der erste US-Hersteller für MOST entschieden.

MOST25 - die auf der optischen Datenübertragung mit Lichtwellenleitern basiert und seit vielen Jahren in Europa weiterentwickelt wurde - ist in den europäischen und koreanischen Märkten etabliert.

Die japanischen und amerikanischen Hersteller hingegen bevorzugen MOST50, die zweite Generation des Multimediastandards. Das wichtigste Merkmal von MOST50 ist die sehr kostengünstige Datenübertragung über ungeschirmte, verdrillte Kupferkabel (UTP, unshielded twisted pair) unter Einhaltung der im Automobilsektor herrschenden strengen Vorgaben an die elektromagnetische Verträglichkeit.

Heute befinden sich diverse Fahrzeughersteller bereits mit ersten Serienprojekten in der Implementierungsphase der neuesten MOST Technologie „MOST150“ auf Basis von optischen Polymerfasern (POF). Damit verringert sich das Gewicht der Verkabelung beträchtlich. Ein weiterer Pluspunkt von MOST150 ist die elektromagnetische Verträglichkeit, denn aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften interferiert die optische Übertragung nicht mit elektromagnetischen Feldern - weder in Bezug auf Emission noch auf Störfestigkeit.