Nissan Motor, NEC und Sony-Division Japan plant Batterien-Joint-Venture

Laut Reuters will INCJ (Innovation Network Corp of Japan) das Joint-Venture zwischen Nissan Motor und NEC dazu nutzen, um die Lithium-Ionen-Batterie-Unit von Sony zu kaufen. Damit sollen Konkurrenten aus China und Taiwan daran gehindert werden, Zugriff auf diese Technologie zu erhalten.

Der Schritt erscheint notwendig, denn Sony zieht aufgrund hoher Verluste die Notbremse. So hatte Kazuo Hirai, CEO von Sony, auf der CES in Las Vegas erklärt, dass das Unternehmen an seine Erfolge im Consumer-Geschäft wieder anknüpfen will, indem es sich auf Kameras, den Spielebereich und mobile Endgeräte fokussiert. Jede Unit, die nicht zu diesen Kernbereichen zählt oder die nichts dazu beiträgt, die Verluste im Fernsehgeschäft zu beenden, könnte somit zum Verkauf stehen. Bereits im letzten Jahr hatte Sony sein Chemie-Geschäft an INCJ für 700 Mio. Dollar verkauft, zu dem jetzt diskutierten Verkauf der Batterie-Division mit seinen drei Fabriken in Japan und seinen zwei Assembly-Fabriken in China und Singapur wollte das Unternehmen allerdings keine Stellung beziehen.

Wie auch immer, INCJ jedenfalls soll angeboten haben, dass sie in die Firma, die aus dem Merger zwischen der Batterie-Division von Sony und dem Nissan-NEC-Venture entsteht, auf alle Fälle investieren wolle. Gleichzeitig soll INCJ aber auch auf der Suche nach weiteren potenziellen japanischen Unternehmen sein, die die Sony-Division übernehmen könnten.

Sony gilt als einer der Pioniere von Lithium-Ionen-Batterien für Computer und Mobilgeräte. Trotz des Know-hows hatte sich das Unternehmen aber entschieden, nicht in das lukrativere Geschäft mit Auto-Batterien einzusteigen und ist schlussendlich durch die der Batterie-Konkurrenz aus Südkorea und dem daraus resultierenden Preiskampf in Schwierigkeiten geraten.