THINGS2DO Erster 22-nm-FD-SOI-Chip aus Dresden

Luftaufnahme des Standortes in Dresden von Globalfoundries.
Luftaufnahme des Standortes in Dresden von Globalfoundries.

Dream Chip Technologies hat auf dem Mobile World Congress ein ADAS-SoC für die Bildverarbeitung im Automotive-Segment gezeigt, der im Rahmen eines europäischen Forschungsprojekts entstanden ist und den Globalfoundries in seinem Dresdner-Werk mithilfe seiner 22nm FD-SOI-Technologie fertigt.

Das SoC ist eine europäische Gemeinschaftsarbeit, wobei Dream Chip Technologies (DCT)das Design übernommen hat. Neben DCT waren an der Kooperation auch ARM, Arteris, Cadence, Globalfoundries und Invecas beteiligt. Das Design entstand im Rahmen des ENIAC-THINGS2DO-Projekts, bei dem ein Design- und Entwicklungs-Ecosystem für die FD-SOI-Technologie aufgebaut werden soll.

Das SoC zeichnet sich durch eine hohe Leistung hinsichtlich der Bilderfassung und Verarbeitung aus und unterstützt CNN-Workloads (Convolutional Neural Network). Das SoC beinhaltet die Bildverarbeitungs-Pipeline von Dream Chip Technologies, die Tensilica Vision P6 DSPs von Cadence and ein Quad-Core-Cluster von Cortex-A53-Prozessorkernen. Dazu kommt noch ein Lock-Step-Paar von Cortex-R5-Prozessoren für die ISO-26262-Konformität und ein FlexNoC (Network on Chip) von Arteris für den Interconnect. Außerdem sind Funktionen wie LPDDR4-Controller/PHY, PLL und Temperatursensor integriert.