Projekt »automotiveHMI« auf der IAA Entwicklung von Automotive-HMI vereinfachen

Mittels einer Modellierungssprache will das Forschungsprojekt »automotiveHMI« die Entwicklung von Benutzerschnittstellen in Automobilen vereinfachen und die daran beteiligten Unternehmen besser vernetzen. Auf der IAA 2013 wird das Projekt seine bisherigen Ergebnisse vorstellen.

Über 80 Prozent der Innovationen im Automobilbau entfallen heutzutage auf Elektronik und Software. Hierzu zählen vor allem Systeme für Komfortfunktionen wie Navigation und Infotainment. Mit jeder neuen Funktion werden die Systeme jedoch komplexer und somit schwerer untereinander kombinierbar.

Im Forschungsprojekt »automotiveHMI« stellt sich das Fraunhofer IESE (Institut für Experimentelles Software-Engineering) gemeinsam mit Partnern aus der Automobilbranche diesen Herausforderungen. Die bislang erarbeiteten Lösungsansätze werden vom 10. bis zum 13. September auf der IAA 2013 in Frankfurt präsentiert - »automotiveHMI« wird dort mit einem eigenen Messestand (B07) in Halle 4.1 vertreten sein.

Die Qualität von HMIs wie etwa Fahrassistenzsystemen in Automobilen ist entscheidend für deren Akzeptanz bei den Nutzern. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderte »automotiveHMI«-Projekt soll die Funktionalität und Qualität der HMIs in deutschen Automobilen sicherstellen. An ihm beteiligen sich Fahrzeughersteller wie Audi, Daimler, Porsche und Volkswagen, Zulieferer wie Bosch, Continental und Harman Becker, Tool-Hersteller, Systemintegratoren und Forschungseinrichtungen. Die gemeinsame Forschungsarbeit zielt darauf ab, ein standardisiertes Austauschformat für HMI-Spezifikationen zu entwickeln, und zwar auf Basis standardisierter Sprachen, Modelle und Schnittstellen. Als Ergebnis soll eine Modellierungssprache herauskommen, die von jedem der beteiligten Partner verwendet werden kann. Die Modellierungssprache soll eine durchgängige, interdisziplinäre und modellgetriebene Entwicklung sowie eine bessere Kommunikation zwischen verschiedenen Herstellern und Abteilungen ermöglichen.

Als unabhängiger Partner sorgt das Fraunhofer IESE dafür, dass die Interessen der Projektpartner sowie neue multimediale und multimodale Interaktionsformen von Bediensystemen angemessen berücksichtigt werden. Verantwortlich ist das Institut dafür, die Anforderungen zu definieren, den Referenzprozess zu erstellen und das HMI-Datenmodell zu definieren. Das Projekt hat ein Volumen von etwa 7,5 Mio. Euro.