Marktstudie Elektrofahrzeuge mit Range Extender auf der Überholspur

Der Markt für Elektroautos steht noch einigen Herausforderungen gegenüber. Dementsprechend war bislang das Interesse an diesen Autos eher gering. Doch Frost & Sullivan glaubt, dass Fortschritte Bedenken hinsichtlich Reichweite und Ladezeiten ausräumen.

Genau diese zwei Punkte waren aus der Sicht der Analysten von Frost & Sullivan dafür verantwortlich, dass die Zahl der Interessenten, die sich ein Elektroauto anschaffen möchten, bisher nicht gestiegen ist.

Mit Hilfe eines Range Extenders könnten diese Einschränkungen aber überwunden werden, weshalb die Analysten mit starken Zuwächsen auf dem Markt für Elektroautos rechnen. Derzeit befindet sich der Markt für die Range Extender in seiner Anfangsphase mit lediglich einem Elektroautomodell, welches mit erweiterter Reichweite erhältlich ist. Jedoch soll das Angebot bis 2018 voraussichtlich auf mehr als 14 Modelle anwachsen.

Konkret soll der Weltmarkt für Range Extender bis 2018 auf 329.277 Einheiten ansteigen. Als Range Extender kommen unterschiedliche Ansätze zum Tragen, angefangen bei Verbrennungsmotoren, über Brennstoffzellen bis hin zu Mirkogasturbinen. Elektrofahrzeuge mit Range Extender (eREVs) auf der Basis von Verbrennungsmotoren sollen bis 2018 die am weitesten verbreitete Technologie mit einem geschätzten Marktanteil von 77 Prozent weltweit.

"Die Range Extender-Technologien machen die Bedenken hinfällig, die durch begrenzte Reichweite und verlängerte Ladezeiten entstehen, indem Bordstrom mit Hilfe verschiedener Technologien wie beispielsweise Verbrennungsmotoren, Brennstoffzellen-Stacks und Mikrogasturbinen erzeugt wird", erklärt Prajyot Sathe, Research Associate von Frost & Sullivan, und weiter: "So wird der Trend zu Plug-in-Hybriden und eREVs befeuert."

Er merkt an, dass ein eREV sehr wenig Kraftstoff verbraucht, da die primäre Funktion des Verbrennungsmotors, der Brennstoffzelle oder Mikrogasturbine das Wiederaufladen des Akkus ist – und nicht das Antreiben der Räder. Daher würden die zusätzlichen Kilometer zu minimalen Kosten hinzugefügt.

"Die Integration der Range-Extender in die Elektroautos wird zu einem mehr als 50-prozentigen Emissionsrückgang und zu erheblichen Kraftstoffeinsparungen führen", so Sathe weiter. "Ein wichtiger Schwerpunkt liegt auf dem Motoren-Downsizing, das zur Kostensenkung beiträgt und zur exponentiellen Kalibrierung sowie Optimierungsverdichtung führt, da trotz Fahrzeugverkleinerung dasselbe Niveau an technischen Finessen und Funktionen beibehalten werden kann."

Der Markt für Reichweitenverlängerer soll sich seiner Meinung nach mit hoher Geschwindigkeit entwickeln, da die großen OEMs bereits Modelle bereit haben, die sie in den nächsten drei Jahren auf dem Markt einführen werden. Zudem werden Brennstoffzellenfahrzeuge voraussichtlich in 2015 auf dem Markt erhältlich sein. Diese Trends werden einen positiven Nachwirkungseffekt auf die Verbreitung der Range Extender-Technologien haben.