Oliver Wyman Studie zur Fahrzeugvernetzung Connected Cars sind die Smartphones der Automobilindustrie

Connected Cars
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Gemäß der Management-Beratung Oliver Wyman stehen im Telematikmarkt alle Zeichen auf Revolution. Neue Technologien, Apps und Services würden Sicherheit, Komfort, Kommunikation und Entertainment im Auto stark verändern. Die Folge: Das Auto wird zu einem weiteren mobilen Endgerät in der Onlinewelt - und das hat weit reichende Folgen…

Denn die komplette Fahrzeugvernetzung würde die OEMs vor eklatante Herausforderungen stellen. »Wollen die Hersteller auf dem Weg vom „Connected Car“ hin zum „Connected Life“ die Kontrolle über die Gesamtlösung nicht an die starken Player aus IT und Konsumelektronik verlieren, müssen sie mit ihren Geschäftsmodellen zur Fahrzeugvernetzung Gas geben«, so die Überzeugung von Matthias Bentenrieder, Automobilexperte bei Oliver Wyman. Ein attraktives und kundenspezifisches Angebot sei dabei ebenso Schlüssel zum Erfolg wie die Anpassung an die schnelleren Innovationszyklen sowie wohlüberlegte Partnerschaften entlang der Wertschöpfungskette. Bentenrieder: »Hinsichtlich Funktionalität und Connectivity wird sich die Fahrzeugvernetzung massiv weiterentwickeln und beim Preis viel günstiger werden. Damit wird das Auto künftig eines von zahlreichen smarten Endgeräten in einer vollständig vernetzten Welt sein.«

Im Jahr 2016 sollen 80 Prozent der global verkauften Autos vernetzt sein. Das heißt, dass dann weltweit etwa 210 Mio. vernetzte Wagen auf den Straßen rollen. Verglichen mit den 45 Mio. Autos im Jahr 2011 bedeutet dies eine jährliche Wachstumsrate von mehr als 36 Prozent. Vor allem Westeuropa soll stärker zulegen. Während Nordamerika auch weiterhin den Telematik-Weltmarkt mit rund 67 Mio. Nutzern im Jahr 2016 dominieren wird, sind in Westeuropa Wachstumsraten von jährlich 49 Prozent absehbar. Die Zahl der Nutzer wird damit von 6,5 Mio. im Jahr 2011 auf dann 48 Mio. steigen und Westeuropa auf Platz 2 hinter Nordamerika katapultieren.