Center of Automotive Management CO2-Emissionen sinken langsamer

Prof. Dr. Stefan Bratzel vom Center of Automotive (CAM) der FHDW (Fachhochschule der Wirtschaft) hat eine Analyse über den CO2-Ausstoß am Referenzmarkt Deutschland durchgeführt und kam zu wenig vielversprechenden Ergebnissen.

»Die hohe Nachfrage nach SUV und Geländewagen sowie niedrige Spritpreise torpedieren die Anstrengungen zur Reduzierung der CO2-Emissionen und vermindern die Akzeptanz für alternative Antriebe«, lautet die Kernaussage der Analyse. Als Folge davon, gehen die CO2-Emissionen immer weniger zurück. So sinken die CO2-Emissionen der Hersteller im wichtigsten EU-Markt Deutschland nur um 2,6 Prozent im Jahr 2014 auf 132,8 g/km. Das ist die geringste Reduktion seit dem Ausnahmejahr 2009/2010 (Abwrackprämie). In den Vorjahren sind die CO2-Emissionen in Deutschland durchschnittlich noch um 3,8 Prozent (2013), 2,9 (2012) bzw. 3,7 Prozent (2011) gesunken.

Gleichzeitig sei die Nachfrage nach SUV und Geländewagen im abgelaufenen Jahr 2014 um 20,6 bzw. 6,5 Prozent gestiegen, die zusammen bereits einen Marktanteil von 17,4 Prozent an den Neuzulassungen erreichen. Die CO2-Emissionen dieser Segmente liegen im Dezember 2014 laut Bratzel mit 141,8 (SUV) bzw. 165,7 (Geländewagen) deutlich über dem Durchschnitt anderer Segmente wie etwa der Mittelklasse (128,2 g/km) oder der Oberen Mittelklasse (138,1 g/km). Bratzel: »Im hohen Maße sind die sich verlangsamenden CO2-Verbesserungen damit den SUV-Nachfrageverschiebungen geschuldet.«