»Bytes on Wheels« Byton fordert auf CES deutsche Autobauer heraus

Auf der CES stellt Byton ein Elektro-SUV vor, der 45.000 Dollar kosten soll. Die Reichweite soll 400 und 520 km erreichen. Bei dem chinesischen Unternehmen, das seinen Namen von »Bytes on Wheels« ableitet, arbeiten ehemalige Mitarbeiter von Apple, BMW, Google und Tesla. Tencent und Foxconn zählen zu den Investoren.
Auf der CES stellt Byton ein Elektro-SUV vor, der 45.000 Dollar kosten soll. Die Reichweite soll 400 und 520 km erreichen. Bei dem chinesischen Unternehmen, das seinen Namen von »Bytes on Wheels« ableitet, arbeiten ehemalige Mitarbeiter von Apple, BMW, Google und Tesla. Tencent und Foxconn zählen zu den Investoren.

Das Fahrzeugkonzept kommt aus München, die Elektronik aus den USA, die Produktion sitzt in China. 100.000 Autos pro Jahr sollen es sein.

Auf der CES in Las Vegas zeigt Byton erstmals einen Prototypen ihres Elektro-SUV. Am Steuer der chinesischen Byton sitzen ehemalige Manager von etablierten deutschen Autoherstellern. Sie wollen die deutschen Premium-Autobauer herausfordern. Müssen sich Mercedes, Audi und BMW warm anziehen?

»Unsere Wettbewerber sehen wir bei den großen deutschen Premium-Herstellern Mercedes, BMW und Audi«, sagt jedenfalls Mitgründer und Byton-Chef Carsten Breitfeld, der die hiesigen Verhältnisse gut kennt. Immerhin hatte er federführend am i8 mitgearbeitet.
 
Ein Markenzeichen des Wagens ist ein riesiger Touchscreen im Cockpit, der praktisch von Tür zu Tür geht. Das Auto werde genauso intuitiv zu bedienen sein, wie jedes andere smarte Gerät, versprach Breitfeld bei der Vorstellung des Wagens in Las Vegas.

Zusätzlich zu dem großen Touchscreen mit Abmessungen von 1,24 Metern mal 25 Zentimeter soll es auch einen weiteren kleinen direkt im Lenkrad geben. Als Sprachassistent wird die Alexa-Software von Amazon integriert. Das Auto identifiziert den Fahrer über Gesichtserkennung. Dadurch sollen auch die Einstellungen unter anderem mit Hilfe künstlicher Intelligenz personalisiert werden.

»In der Vergangenheit war Ihr Auto schon veraltet als sie sich das nächste Telefon gekauft haben«, sagte Breitfeld. Jetzt sei das Auto nicht nur für Software-Updates, sondern auch für einen Austausch von Sensoren vorbereitet. Bytons SUV solle das fortschrittlichste Auto auf dem Markt 2019 werden, setzte Breitfeld die Planke hoch.

Der Wagen soll in der Standard-Ausführung eine Reichweite von 400 km mit einer Batterieladung haben, in einer Version mit größeren Akkus soll sie bis 520 km gehen. Den Antriebsstrang und die Akkuzellen kauft Byton zu, entwickelt aber die Batteriepacks selbst, weil das eine Schlüsseltechnologie für das Geschäft sei.