65 Mio. Euro sind bis 2013 geplant Bosch-Gruppe investiert in Portugal

Bosch ist bereits seit 100 Jahren in Portugal vertreten. Allein in den letzten fünf Jahren sind Investitionen in Höhe von zirka 130 Mio. Euro in die portugiesische Standorten geflossen. Und jetzt sind weitere Investitionen geplant: Von 2011 bis 2013 sind 65 Mio. Euro für den Ausbau der Fertigungsaktivitäten vorgesehen, insbesondere im Bereich elektronische Komponenten, Navigationssysteme und Thermotechnik.

Der Umsatz der portugiesischen Bosch-Gesellschaften wuchs 2010 um 27 Prozent und überstieg erstmals die Marke von 1 Mrd. Euro. Davon entfielen mehr als 900 Mio. Euro auf den Export. Bosch ist damit der viertgrößte Exporteur in Portugal. Der Umsatz auf dem heimischen Markt erreichte 2010 mehr als 260 Mio. Euro, 2 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Für 2011 erwartet Bosch für seine portugiesischen Tochtergesellschaften einschließlich Exporten ein Umsatzwachstum auf knapp 1,1 Mrd. Euro. Die Beschäftigtenzahl hat sich nach den Krisenjahren 2008 und 2009 wieder erhöht. Bereits 2010 stieg sie um 8 Prozent auf rund 3.500 und wird im laufenden Jahr um weitere 200 wachsen.

Die Bosch-Gruppe ist mit sechs Tochtergesellschaften in Portugal vertreten. In Braga im Norden des Landes sitzt die Fertigung von Autoradios bei der heutigen „Bosch Car Multimedia Portugal“. Die Gesellschaft fertigte 2010 insgesamt 3,3 Mio. Autoradios und 1,5 Mio. Navigationssysteme und nahm die Fertigung weiterer elektronischer Komponenten auf. Darüber hinaus steht noch ein Werk für Bremskomponenten am Standort Abrantes, die „Robert Bosch Travoes“.

In Aveiro wiederum sitzt „Bosch Termotecnologia“, ein Unternehmen das bereits mehr als 20 Mio. Gas-Wassererhitzer, gefertigt hat, die in die ganze Welt exportiert wurden. Dort ist eine neue Fertigungslinie für besonders energieeffiziente kombinierte Gas-Brennwertgeräte geplant. Zusätzlich fertigt Bosch in Aveiro bereits seit 2007 Solarkollektoren und neuerdings auch Wärmepumpen.

In Ovar fertigt „Bosch Security Systems“ Sicherheitssysteme. Zudem sind in Lissabon zwei Vertriebsgesellschaften ansässig: „Robert Bosch“ für Verkauf und Kundendienst von Kraftfahrzeug-Handelserzeugnissen und Elektrowerkzeugen sowie „BSHP Electrodomesticos“, eine Tochtergesellschaft von Bosch und Siemens Hausgeräte, an der Siemens und Bosch zu je 50 Prozent beteiligt sind.

Parallel zur wachsenden Bedeutung von Aveiro als Fertigungsstandort für Thermotechnik hat Bosch dort in den letzten Jahren auch die Entwicklungsaktivitäten verstärkt. Rund 140 Ingenieure arbeiten in Aveiro und Braga an Produktentwicklungen in den Bereichen Thermotechnik und Elektronik.