Bosch Ausbau der Präsenz in Mexiko

Bosch hat sein erstes Zentrum für Software-Entwicklung und Ingenieurdienstleistungen in Guadalajara/Mexiko eröffnet. Im ersten Schritt sollen rund fünf Mio. Dollar in den 1.800 Quadratmeter großen IT-Standort fließen und zunächst mehr als 200 Arbeitsplätze für Ingenieure geschaffen werden.

Werner Struth, der für Amerika zuständige Bosch-Geschäftsführer, erklärt bei der Eröffnungsfeier: „Mit dieser Investition wollen wir die lokale Software-Entwicklung und Ingenieurdienstleistungen in Amerika ausbauen und damit näher an unseren Kunden sein.“ Bereits heute beschäftigt das internationale Technologie und Dienstleistungsunternehmen mehr als 300 lokale Ingenieure, die Bosch-Produkte wie elektrische Antriebe, Starter und Generatoren an die Bedürfnisse nordamerikanischer Kunden anpassen.

Das Entwicklungszentrum in Guadalajara wird bereichsübergreifende Programmierungs- und Applikationsdienstleistungen anbieten – hauptsächlich für die Automobilindustrie und andere Bosch-Standorte in Nord- und Südamerika. Zu den Dienstleistungen gehören beispielsweise die Entwicklung und Validierung von Hardware oder auch Software für elektronische Steuergeräte, wie sie im Kraftfahrzeug zum Einsatz kommen. Derzeit ist das Zentrum in angemieteten Flächen untergebracht. 2016 soll es Teil des geplanten Industrieparks „Ciudad Creativa Digital“ werden, einem Projekt der mexikanischen Regierung.

Bosch ist seit 1955 in Mexiko präsent. Im Jahr 2012 erwirtschaftete das Unternehmen mehr als 700 Mio. Euro in Mexiko. Die Mitarbeiterzahl hat sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt und liegt heute bei über 10 000. Das internationale Technologie- und Dienstleistungsunternehmen ist in Mexiko mit seinen vier Unternehmensbereichen Kraftfahrzeugtechnik, Industrietechnik, Gebrauchsgüter sowie Energie- und Gebäudetechnik vertreten. Insgesamt hat Bosch acht Produktionsstätten in dem Land. Die größten Werke befinden sich in Toluca und Juarez.