ACSI: Neues Listing zur Kundenzufriedenheit Amerikanische Automobilhersteller erstmals an der Spitze

Laut des neusten ACSI (American Customer Satisfaction Index) können Ford und General Motors die ersten zwei Plätze auf dem Ranking der Kundenzufriedenheit in den USA belegen – und das inmitten einer allgemein rückläufigen Kundenzufriedenheit. Damit ist es den beiden Unternehmen aus Detroit zum ersten Mal innerhalb der letzten zehn Jahre gelungen, die japanischen und koreanischen Automobilhersteller auf die hinteren Plätze zu verweisen.

So ist die Kundenzufriedenheit laut ACSI um 2,4 Prozent von ihrem Höchststand auf 82 Punkte zurückgefallen (auf einer Skala von 0 bis 100). Diese Entwicklung betraf sowohl die einheimischen als auch die ausländischen Automobilhersteller - allerdings sind die US-Brands am wenigstens abgefallen, während die japanischen und koreanischen am meisten verloren haben.

Auf dem Listing zur Kundenzufriedenheit belegt Lincoln von Ford den ersten Platz. Die Automarke hat mit den 89 Punkten aber nicht nur den ersten Platz im Ranking erreicht, sondern auch seinen eigenen Höchststand. An zweiter Stelle folgt Buick von General Motors, der unverändert auf 88 Punkten blieb. Dahinter kommt BMW, Mercedes und Cadillac – alle drei kommen auf 86 Punkte. BMW hat demnach gegenüber dem Vorjahr 1 Prozent verloren, Mercedes blieb unverändert und Cadillac fiel um 3 Prozent nach hinten. Danach kommt Lexus von Toyota, der um 5 Prozent auf 85 Punkte fiel. Ganz weit abgeschlagen sind die Chrysler-Marken: So verlor Chrysler 5 Prozent auf 80 Punkte, Dodge gab um 4 Prozent auf 78 Punkte nach und Jeep verlor 3 Prozent auf 77 Punkte.

Vor einem Jahr noch, inmitten der weltweiten Rezession und der Abwrackprämienaktion konnten viele Brands ihre Höchstwerte in Bezug auf die Kundenzufriedenheit erreichen, einfach weil damals eine kleinere Kundenbasis mehr für ihr Geld bekam. Allerdings waren diese Höchststände nicht von Dauer, denn die meisten Unternehmen konnten ihre Werte nicht halten, manche mussten sogar starke Rückgänge verkraften. So verlor beispielsweise Honda 5 Prozent auf 84 Punkte, Hyundai gab um 4 Prozent auf 82 Punkte nach, Volkswagen musste sogar einen Rückgang um 6 Prozent auf 81 Punkte verkraften und Chevrolet verlor 4 Prozent auf 80 Punkte. Aber auch Marken wie Cadillac, Lexus, Chrysler und Dodge konnten alle ihre Höchststände nicht halten.

In der Summe haben sich 14 der 19 größten Automobilmarken im letzten Jahr verschlechtert, nur wenige konnten ihren Wert halten oder sogar verbessern. Der Gewinner ist Nissan, denn das Unternehmen konnte den größten Zugewinn verzeichnen. So stieg die Bewertung im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent auf 82 Punkte. General Motors konnte aber immerhin um 2 Prozent zulegen.