Stemmer Imaging Wilhelm Stemmer regelt die Nachfolge für sein Lebenswerk

Unternehmensgründer Wilhelm Stemmer (links) mit den beiden Geschäftsführern Martin Kersting (Mitte) und Christof Zollitsch (rechts).
Unternehmensgründer Wilhelm Stemmer (links) mit den beiden Geschäftsführern Martin Kersting (Mitte) und Christof Zollitsch (rechts).

Zum Ende des Geschäftsjahres 2016/17 hat die AL-KO AG 75,04 Prozent der Anteile der Stemmer Imaging GmbH von Unternehmensgründer Wilhelm Stemmer erworben. Hintergründe zu diesem Schritt erläutern Wilhelm Stemmer und die beiden Geschäftsführer Christof Zollitsch und Martin Kersting.

Markt&Technik: Herr Stemmer, Sie haben kürzlich Ihre Anteile an Stemmer Imaging verkauft. Warum und warum zu diesem Zeitpunkt?
Wilhelm Stemmer: Ich bin jetzt seit 44 Jahren Unternehmer und 73 Jahre alt. Es war für mich an der Zeit, eine nachhaltige Nachfolgeregelung für den Fortbestand meines Lebenswerks zu finden. Die Entscheidung zum Verkauf wurde gemeinschaftlich mit meinen Mitgesellschaftern vor längerer Zeit gefällt und in den letzten zehn Monaten umgesetzt.

Warum haben Sie sich für die AL-KO AG als Investor entschieden?
Wilhelm Stemmer: Wir hatten eine Anzahl potentieller Käufer ausgemacht, die alle großes Interesse an Stemmer Imaging bekundeten. Es gab die ganze Bandbreite an Interessenten, von Finanzinvestoren über strategische Investoren bis hin zu sogenannten Family Offices. Wir haben uns letztendlich für das Family Office der AL-KO AG entschieden.

Welche Aspekte gaben dafür den Ausschlag?
Die Familien der AL-KO AG sind selbst noch tätige und erfolgreiche Unternehmer in unterschiedlichen Branchen. Das imponierte mir besonders. Darüber hinaus erfüllten sie für uns die verschiedensten positiven Kriterien. Die AL-KO AG ist interessiert, mit Stemmer Imaging Zukunftsmärkte zu erschließen und beispielsweise das Thema Industrie 4.0 weiter auszubauen. Zudem hat uns die AL-KO AG die volle Unterstützung mit Investitionen für ein weiteres starkes Wachstum versprochen. Die Langfristigkeit des Interesses an Stemmer Imaging wurde auch dadurch bekräftigt, dass das bestehende Management beibehalten wurde und weiterhin an Stemmer Imaging beteiligt ist.

Was wird sich durch den Verkauf Ihrer Anteile bei Stemmer Imaging ändern?
Wilhelm Stemmer: Unter den genannten Voraussetzungen sehe ich die Zukunft von Stemmer Imaging weiterhin in guten Händen. Christof Zollitsch, schon bisher Geschäftsführer, und Martin Kersting, bisher Technical Director, werden die Geschicke von Stemmer Imaging auch in Zukunft leiten, nun beide in der Position als Geschäftsführer. Bis auf die Tatsache, dass ich meine Anteile verkauft habe, wird sich daher für unsere Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten nichts ändern.