20 Prozent weniger Besucher als 2009 Vulkan verraucht Hannover Messe die Bilanz

Dr. Wolfram von Fritsch, Deutsche Messe AG: »Der Erfolg der Hannover Messe lässt sich in diesem Jahr nicht an der Besucherzahl messen.«

Nicht die abflauende Wirtschafts- und Finanzkrise, sondern höhere Gewalt in Form von Vulkanasche in der Erdatmosphäre machte der Deutsche Messe AG als Veranstalterin der Hannover Messe einen Strich durch die Rechnung.

»Wir haben die Sperrung des europäischen Luftraums und das tagelange Hin und Her am Montag, Dienstag und Mittwoch massiv zu spüren bekommen«, betonte der Vorstandsvorsitzende Dr. Wolfram von Fritsch. »Dies konnte bis zum Ende der Messe nicht mehr ausgeglichen werden.« Die Zahl der Besucher aus dem Ausland sank deshalb um etwa die Hälfte.

Insgesamt schrumpfte die Besucherzahl um rund 20 Prozent auf zirka 150.000. Am deutlichsten spürbar war der Rückgang den Umständen entsprechend vor allem bei den Besuchern aus Übersee, hier besonders aus Asien und Nordamerika. Nicht von ungefähr kamen die meisten ausländischen Besucher aus den Nachbarländern Deutschlands.

Die Deutsche Messe AG reagierte mit einem umfangreichen Maßnahmenbündel auf die Situation. Mehrere hundert Aussteller wurden aus ganz Europa mit Bussen nach Hannover geholt. Aus der Türkei nahmen beispielsweise 150 Personen eine mehr als 50-stündige Busfahrt auf sich, um in Hannover ausstellen zu können. Wegen der Flugverbote war es allerdings für rund 300 Aussteller unmöglich, ihre Stände noch rechtzeitig zu besetzen. Vor allem Aussteller aus Asien und Amerika konnten nicht nach Hannover reisen.

»Der Erfolg der Hannover Messe lässt sich in diesem Jahr nicht an der Besucherzahl messen«, kommentierte von Fritsch. »Die Veranstaltung wird als Vulkan-Messe in unsere Unternehmensgeschichte eingehen.«