Bildverarbeitung Vorjahresrekord knapp verfehlt

Der Gesamtumsatz (Inland und Export) der deutschen Bildverarbeitungs-Branche von 2003 bis 2013 (2013: Prognose)
Der Gesamtumsatz (Inland und Export) der deutschen Bildverarbeitungs-Branche von 2003 bis 2013 (2013: Prognose)

Nach Ergebnissen der aktuellen VDMA-Marktbefragung erreichte der Branchenumsatz der industriellen Bildverarbeitung 2012 fast den bisherigen Spitzenwert von 2011: Er sank um 1 Prozent von 1,507 auf 1,492 Mrd. Euro.

Während das Inlandsgeschäft um 6 Prozent zurückging und die Lieferungen in die europäischen Länder um 12 Prozent nachgaben, wuchsen die Exporte insgesamt weiter. Die Exporte nach Asien erhöhten sich 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent und übertrafen damit erstmals das Volumen der Ausfuhren in die europäischen Länder. Mit einem Plus von 11 Prozent nahmen 2012 auch die Lieferungen nach Amerika stark zu. Die Exportquote der deutschen Bildverarbeitungsbranche stieg insgesamt auf 55 Prozent nach 52 Prozent 2011.

Nach hohen Investitionen der Automobilindustrie 2010 und 2011 ging der Umsatz der industriellen Bildverarbeitung in der Branche 2012 um fast 25 Prozent zurück. Mit einem Anteil von 21 Prozent bleibt die Automobilindustrie dennoch die wichtigste industrielle Anwenderbranche. Deutlich zugelegt haben die Bereiche Pharma, Kosmetik und Healthcare (+36 Prozent) sowie die Gummi- und Kunststoffindustrie (+70 Prozent). Der Umsatz mit nichtindustriellen Anwendungen stieg um fast 9 Prozent an und übertraf mit einem Anteil von knapp 28 Prozent erstmals den Umsatzanteil der Automobilindustrie.

Für 2013 erwartet die VDMA-Fachabteilung Industrielle Bildverarbeitung eine Zunahme des Branchenumsatzes um 5 Prozent auf 1,567 Mrd. Euro. »Das wachsende Anwendungsspektrum der industriellen Bildverarbeitung, ein weltweiter Trend zur Qualitätssicherung und Produktivitätssteigerung sowie die steigende Nachfrage aus Nordamerika und Asien geben der industriellen Bildverarbeitung Wachstumsimpulse«, hieß es dazu.