50 Jahre Richard Wöhr GmbH Vom Industrielackierer zum Touchscreen-Spezialisten

Das Werk 1 der Richard Wöhr GmbH in Höfen/Enz
Das Werk 1 der Richard Wöhr GmbH in Höfen/Enz

Auf 50 Jahre Geschäftstätigkeit kann die Richard Wöhr GmbH in Höfen/Enz am 1. Oktober 2017 zurückblicken.

50 Jahre zuvor legte Firmengründer Richard Wöhr – tatkräftig unterstützt von seiner Ehefrau Gisela – in der Garage seines Schömberger Wohnhauses als Industrielackierer den Grundstein für sein global tätiges Familienunternehmen. Rund 90 Mitarbeiter - darunter elf Auszubildende – beschäftigt das Unternehmen momentan. Im Jahr 1991 übernahmen seine Söhne Jürgen und Stefan Wöhr die Geschäftsführung des Unternehmens, das sich schnell von der am 1. Oktober 1967 im Handelsregister eingetragenen gewerblichen Industrielackiererei hin zu einem weltweit exportierenden Lieferanten vielseitiger Industriekomponenten entwickelt hat. Bediente man anfangs überwiegend Hersteller von 19-Zoll-, Radio- und Fernsehtechnik sowie Maschinenbau und Metallindustrie, so kamen in den 80er Jahren die Kunststoffindustrie sowie die Medizin- und Labortechnik hinzu, die bis heute das stärkste Wachstum zeigt - auf immerhin rund 50 Prozent des Umsatzes. Es folgen Elektronik/Elektrotechnik und Telekommunikation sowie Maschinenbau und Metall-/Kunststoffindustrie mit jeweils 20 Prozent Umsatzanteil.

Im Jahr 1971 erfuhr der Familienbetrieb mit einem Neubau im Höfener Gewerbegebiet Gräfenau eine erste Vergrößerung, sechs weitere folgten bis heute. Die beiden Söhne trieben nach ihrem Einstieg auch eigene Ideen erfolgreich voran, wodurch sich neue Geschäftsfelder in den Bereichen Gehäuse- und Tastaturbau sowie Oberflächen- und Systemtechnik eröffneten. Dazu gehörten etwa die Weiterentwicklung von Eingabesystemen, Gehäuse aus nachwachsenden Rohstoffen, Tastaturen mit antibakteriellen Oberflächen, EMV- und ESD-Abschirmtechniken, die Entwicklung und Fertigung von Touchscreens und damit verbundenen Eingabetechniken sowie Glasbearbeitungs- und Optical-Bonding-Techniken im Reinraum. Entsprechend angewachsen ist auch der Maschinenpark auf den derzeit 8700 qm Produktions-, Lager- und Verwaltungsflächen in Höfen und seit 2012 auch im Gewerbegebiet Beermiss in Bad-Wildbad-Calmbach. Im selben Jahr wurde die erste Auslandsniederlassung in Atlanta/USA gegründet, besonders für den Vertrieb von Standardprodukten. Darüber hinaus kam im Jahr 2009 die Firma KM Gehäusetech hinzu, unter deren Label heutzutage vorwiegend Entwicklung, Produktion und Vertrieb systemtechnischer Gesamtlösungen für Industrie und Medizin erfolgen.