Visualisierungs-Software von Inosoft »VisiWin« jetzt auch für Datenbrillen

»VisiWin-7.1«-Bedienoberflächen lassen sich in jedem beliebigen Browser anzeigen, auch auf mobilen Geräten oder auf Datenbrillen.
»VisiWin-7.1«-Bedienoberflächen lassen sich in jedem beliebigen Browser anzeigen, auch auf mobilen Geräten oder auf Datenbrillen.

Inosoft setzt auf Augmented Reality: Die Version 7.1 der Prozessvisualisierungs-Software »VisiWin« eignet sich nicht nur für herkömmliche Mobilgeräte wie Smartphones oder Tablets, sondern auch für Virtual-Reality-Brillen. Auf der SPS IPC Drives präsentiert das Unternehmen eine entsprechende Anwendung.

Datenbrillen wie »Google Glass« gelten manchen Experten als HMI-Konzept der Zukunft: In das Brillenglas lassen sich Informationen wie etwa Messwerte oder Installations-, Wartungs- und Reparaturanleitungen einblenden. Anwender haben während ihrer Tätigkeit die Hände frei und können direkt den im Brillenglas dargestellten Anweisungen folgen. Mit den Bedienelementen der Brille können Betrachter auf Einspielungen reagieren, Aktionen bestätigen oder Informationen anfragen.

Auf solche Anwendungen hat Inosoft jetzt seine Prozessvisualisierungs-Software »VisiWin« vorbereitet. Die neue Version 7.1 der Software bietet einen Client-Typ, der plattformunabhängig ist und auch die Betriebssysteme iOS und Android unterstützt. Dank HTML5-Technik lassen sich Oberflächen in jedem beliebigen Browser anzeigen, auch auf mobilen Geräten oder – wie erwähnt - auf Datenbrillen. Multitouch- und Gestensteuerung sind geboten.

Gemeinsam mit seinem Unteraussteller Ergosign zeigt Inosoft auf der Messe eine Anwendung, bei der Besucher über eine Datenbrille, in die ein Smartphone integriert ist, einen 3D-Drucker virtuell wahrnehmen. Die Bilder des Druckers werden von der Kamera des Smartphones erzeugt; sie folgen der Kopfbewegung des Betrachters.

Zu den neuen HMI-Funktionen von »VisiWin 7.1« für mobile Geräte zählt das responsive Webdesign, das automatisch den grafischen Aufbau einer Oberfläche an die Anforderungen des jeweiligen Geräts anpasst. Außerdem können Anwender für »VisiWin-Modern-UI«-Oberflächen (WPF) ein eigenes, auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnittenes Prozessdaten-Dashboard erstellen. Dank erweiterter Panorama-Navigation lassen sich verschiedene Darstellungen neben- oder übereinander legen, die sich für die Navigation per Wischgeste oder Maus eignen. Zudem unterstützt »VisiWin« jetzt den Multi-Monitor-Betrieb, so dass Bediener mit mehreren Monitoren gleichzeitig arbeiten können, um beispielsweise auf dem einen Texte und auf dem anderen Bildschirmseiten zu erstellen.

Als Vorteil der »VisiWin«-Plattform betrachtet Inosoft, dass Anwender, die in einer Microsoft-Umgebung arbeiten, die Software nahtlos in Tools wie Visual Studio und Blend für Visual Studio einzubinden vermögen. In der Version 7.1 können Entwickler nach dem Anlegen eines neuen »VisiWin«-Projekts komplett in ihrer gewohnten Visual-Studio-Programmierumgebung bleiben. Denn alle Editoren für die Projektkonfiguration, die relevanten Prozessdaten und »VisiWin«-Definitionen sind in Visual Studio integriert.

Die neue Programmversion erlaubt es, beliebig viele »VisiWin«-Server mit einem Client zu vernetzen. Damit können Anwender problemlos mehrere Maschinen von einem Leitstand aus überwachen und steuern. Gleichzeitig bietet die Neuauflage verbesserte Unterstützung für redundante Systeme, in denen der Client bei Ausfall des einen Servers automatisch auf ein paralleles System umschaltet. Datenschnittstellen bestehen zu allen am Markt gängigen Steuerungen - und nun auch zu den Siemens-Steuerungen S7-1200 und S7-1500 im optimierten Bausteinzugriff inklusive Variablenimport aus dem TIA-Portal.

In puncto Server-Architektur läuft der »VisiWin«-Laufzeitkern jetzt standardmäßig als Windows Service. Die Software lässt sich folglich automatisch im Hintergrund starten, ohne dass ein Benutzer eingeloggt sein muss.

SPS IPC Drives: Halle 7, Stand 480