Black Box Virtualisierung und KVM auch in der Industrie

»InvisaPC« ist die Brücke zwischen klassischem KVM und virtuellen Maschinen
»InvisaPC« dient als Brücke zwischen klassischem KVM und virtuellen Maschinen.

In der industriellen Produktion gewinnen virtuelle Desktop-Infrastrukturen und latenzfreie Hochleistungs-KVM-Technik an Bedeutung. Black Box, Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für die Verteilung und intelligente Konvertierung von Signalen, bietet dafür eine umfangreiche Produktpalette.

Die räumliche Trennung von Arbeitsplatz und Rechnern ist in der Industrie von Vorteil: Mittels der KVM-Technik (Keyboard, Video, Maus) von Black Box lassen sich Rechner, Server und Industrie-Steuerungen in geschützten und klimatisierten Räumen platzieren, was ihre Lebensdauer verlängert und die Sicherheit steigert. Außerdem ermöglicht KVM optimierte Prozesse und Redundanz: Anwender können im Fehlerfall einfach vom Primär-PC auf den Sekundär-PC umschalten – und die Produktion kann störungsfrei weiterlaufen. Aber nicht nur in der Fertigungsanlage direkt, sondern auch in den Leitstellen kann KVM eine wichtige Rolle spielen. So lassen sich mit »4Site flex« in Echtzeit vier Rechner bzw. Videoquellen kontrollieren und alle gleichzeitig auf einem Monitor überwachen (4-zu-1-KVM). Mit vier Anzeigeoptionen, Auflösungen bis 1920 x 1200 Pixel und transparentem USB 2.0 bleiben alle Prozesse unter Kontrolle. Der »ServSwitch TC« sorgt für einfache Steuerung durch seine Glide&Switch-Funktion: Hier wechselt man zwischen den verschiedenen Computersystemen, indem man den Mauszeiger von Monitor zu Monitor zieht. Auch das neue Steuerungssystem »ControlBridge« ist leicht anzuwenden: Es dient als zentraler Integrationspunkt der angeschlossenen Infrastruktur, die mittels Touchscreen kontrolliert wird.

Die auch für raue Umgebungen in der Industrie geeignete DCX-Serie wurde vor kurzem um ein 10-Port-Gerät erweitert. Die digitale Kreuzschiene schaltet in allen Varianten HD-Videos, Audio und USB-Signale schnell und sicher und überträgt alle Videoinhalte ohne Komprimierung und Verzögerung. Die redundante Stromversorgung sorgt dabei für eine hohe Ausfallsicherheit.

Auch in Fertigungslinien und Produktionsanlagen werden zunehmend Rechner virtualisiert. Hier baut »InvisaPC« die Brücke zwischen klassischem KVM und virtuellen Maschinen. Mit dem kompakten Gerät lassen sich nicht nur DVI, USB HID, USB 2.0 und Audio verlängern und schalten, sondern auch virtuelle Maschinen mit RDP 7.1/8 Remote FX steuern. Das System auf IP-Basis benötigt dabei Bandbreiten von höchstens 35 MBit für die Übertragung von HD-Bewegtbildern (1080p).

Dem Trend zu 4K trägt Black Box unter anderem mit dem neuen 4K60-Modul für sein DKM-System Rechnung. Dank der modularen Bauweise muss lediglich die neue Karte in das System integriert werden, um es auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Das System ermöglicht die flexible und sofortige Matrix-Umschaltung und erlaubt nicht nur die problemlose Bedienkanal-Verlängerung zahlreicher Videoformate, sondern auch beliebige Konstellationen der Kreuzschiene – egal ob ein einziger User 287 Rechner schalten soll oder etwa 50 Mitarbeiter Zugriff auf bis zu 238 Rechner haben sollen. Dabei ist eine räumliche Trennung zwischen Arbeitsplatz und Rechner/Server von bis zu 140 m (über CATx) bzw. 10 km (über Glasfaser) möglich. Redundante, im Betrieb wechselbare Netzteile sorgen zusätzlich für hohe Verfügbarkeit. Eine Signalverlängerung über 300 m (1080p) bzw. 40 m (4K UHD) über ein Standard-Multimodekabel ermöglicht der neue, nur gut streichholzschachtelgroße 4K-Extender. Das Gerät verlängert Auflösungen bis zu 4K UHD (3840 x 2160 Pixel) und unterstützt neben USB HID auch transparentes USB 1.1 für Touchscreen- oder KVM-Anwendungen.

Neben High-Performance-KVM-Switches und -Extendern bietet Black Box Kabel und Netzwerkkomponenten für raue Umgebungen. So sind die robusten Ethernet-Switches der Serie »INDRy II« in zwei Varianten erhältlich: Die Managed-Version (INDRy II L) ist mit zehn 10/100/1000-MBit/s Kupfer-Ports ausgestattet (RJ45); vier weitere Multirate SFP-Anschlüsse erlauben Glasfaser-Uplinks. Das Gerät bietet alle erweiterten Filter und Multicast-Algorithmen, die erforderlich sind, um ein hochverfügbares und schnelles Netzwerk möglichst einfach zu priorisieren, zu partitionieren und zu organisieren. Die kleinere Unmanaged-Variante (INDRy II S) ist vor allem für gängige Industrieanwendungen ausgelegt, die kein komplexes Setup benötigen. Hier stehen vier 10/100/1000-MBit/s-Kupfer-Ports und ein flexibler Multirate-SFP-Anschluss zur Verfügung. Alternativ sind die gehärteten »INDRy« Switches auch mit PoE Plus erhältlich zur Versorgung ferner PoE-Geräte wie etwa Überwachungskameras oder Access Points.