Neuer Sektor bündelt Lösungsportfolio für Städte und Infrastrukturen Vierter Siemens-Sektor »Infrastructure & Cities« beginnt Tätigkeit

Siemens startet am 1. Oktober 2011 mit weiterentwickelter Struktur in das Geschäftsjahr 2012. Der neu gegründete Sektor »Infrastructure & Cities« nimmt dann wie geplant seine Arbeit auf. Damit gliedert sich das operative Geschäft des Konzerns künftig in die Sektoren Industry, Infrastructure & Cities, Energy und Healthcare.

Mit dem neuen Sektor will das Unternehmen an dem dynamischen Wachstum von Städten und Infrastrukturinvestitionen führend teilhaben. »Mit der neuen Aufstellung rücken wir noch näher an unsere Kunden«, erläuterte Peter Löscher, Vorstandsvorsitzender von Siemens. »Der Sektor Infrastructure & Cities eröffnet uns zusätzliche Geschäftschancen auf dem Wachstumsmarkt Städte.«

Den für Siemens adressierbaren Markt in Städten beziffert das Unternehmen auf derzeit rund 300 Mrd. Euro jährlich. Siemens verfügt nach eigenen Angaben über das weltweit breiteste Portfolio für städtische Infrastrukturen.

Der neue Sektor Infrastructure & Cities wird von München aus das weltweite Geschäft mit Städten und Infrastrukturen steuern. Siemens bündelt darin Kompetenzen und Geschäfte, um Städten Lösungen für Mobilität, Umweltschutz und Energieeinsparung zu bieten. Im neuen Sektor mit rund 87.000 Mitarbeitern werden die Divisionen Mobility und Building Technologies aus dem Industry-Sektor sowie die Division Power Distribution und das Smart-Grid-Geschäft aus dem Energy-Sektor zusammengeführt. Künftig besteht Infrastructure & Cities somit aus den fünf Divisionen Rail Systems (Schienenfahrzeuge), Mobility and Logistics (Verkehrs-, Transport- und Logistik-Management), Low and Medium Voltage (Nieder- und Mittelspannung), Smart Grid (intelligente Stromnetze) und Building Technologies (Gebäudetechnik).

Im Geschäft mit Städten geht Siemens einen neuen Weg bei Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung. Ein Element dieser Strategie sind die Stadtentwicklungszentren (Centers of Competence) des Sektors, in denen Siemens seine Expertise für urbane Infrastrukturen bündelt. Das erste Center of Competence wird derzeit in London gebaut, zwei weitere entstehen in Asien und den USA. Hier werden Siemens-Experten an neuen Lösungen für Städte forschen und Siemens-Produkte zu speziellen Paketen für Stadtplaner zusammenstellen. Hierzu gehören integrierte Verkehrslösungen zur Stauvermeidung ebenso wie Konzepte, um den Stromverbrauch und damit die Kosten einer Stadt auf breiter Basis zu verringern. »Auch in Zeiten knapper öffentlicher Budgets helfen Siemens-Lösungen wie etwa das Energiespar-Contracting den Städten und Kommunen dabei, ihre Kosten zu senken und den Umweltschutz zu verbessern«, verdeutlichte Roland Busch, CEO des Sektors Infrastructure & Cities. »Zudem können Siemens-Lösungen wie Mautsysteme den Städten und Kommunen neue Einnahmequellen eröffnen.«

In den direkten Kontakt mit den Entscheidungsträgern der Städte tritt Siemens über ein Team von City-Account-Managern. Als zentrale Ansprechpartner können sie ihrer jeweiligen Stadt das gesamte Siemens-Portfolio anbieten. Zudem bringen sie intern ihre Erfahrungen in die Weiterentwicklung des Siemens-Portfolios für Städte ein.

Der Sektor Industry richtet sich mit der Neuorganisation von Siemens künftig konsequent auf Industriekunden aus. Hierzu will der Sektor sein Branchen- und Service-Geschäft stärken und seine nach eigenen Angaben führende Rolle bei Industrie-Software ausbauen. Der Sektor mit mehr als 100.000 Mitarbeitern besteht künftig aus den drei Divisionen Industry Automation, Drive Technologies sowie der neu gegründeten Division Customer Services. Um den Besonderheiten des Großanlagenbaus gerecht zu werden, wird die Einheit Metals Technologies künftig als direkt vom Sektor geführte Business Unit organisiert.

Der Sektor Energy bleibt der laut Siemens weltweit führende Anbieter eines weiten Spektrums an Produkten, Lösungen und Dienstleistungen für die Stromerzeugung und -übertragung sowie für die Gewinnung, die Umwandlung und den Transport der Primärenergieträger Öl und Gas. Mit rund 75.000 Mitarbeitern besteht der Sektor künftig aus den Divisionen Fossil Power Generation, Wind Power, Solar & Hydro, Energy Service, Oil & Gas sowie Power Transmission.

Der Sektor Healthcare bleibt im Zuge der Neuorganisation unverändert und ist Siemens zufolge mit rund 49.000 Mitarbeitern einer der weltweit größten Anbieter im Gesundheitswesen mit den Divisionen Imaging & Therapy Systems, Clinical Products und Diagnostics.