Industrielle Bildverarbeitung VDMA erwartet mindestens 10 Prozent Wachstum

Dr. Olaf Munkelt, VDMA / MVTec Software: »Die Bildverarbeitungsindustrie in Deutschland wird ihren prognostizierten Branchenumsatz von rund 1,8 Mrd. Euro voraussichtlich noch übertreffen.«
Dr. Olaf Munkelt, VDMA / MVTec Software: »Die Bildverarbeitungsindustrie in Deutschland wird ihren prognostizierten Branchenumsatz von rund 1,8 Mrd. Euro voraussichtlich noch übertreffen.«

Um mindestens 10 Prozent auf rund 1,8 Mrd. Euro soll der Umsatz der deutschen Bildverarbeitungsbranche laut Daten des VDMA-Fachverbands Robotik+Automation im Jahr 2014 wachsen. Im Vorjahr hatte die Branche »nur« 1,613 Mrd. Euro Umsatz erzielt.

»Die Bildverarbeitungsindustrie in Deutschland wird 2014 ihren prognostizierten Branchenumsatz von rund 1,8 Mrd. Euro voraussichtlich noch übertreffen«, betont Dr. Olaf Munkelt, Vorsitzender des VDMA-Fachverbands Industrielle Bildverarbeitung und Geschäftsführer von MVTec Software. »Für 2015 erwarten wir trotz der weltweiten Unsicherheiten ein weiteres Umsatzwachstum im einstelligen Bereich.«

Der Auftragseingang aus dem Inland legte in den letzten Monaten kräftig zu. Starke Impulse kommen zudem aus dem Ausland, besonders aus Asien und den USA. »Weltweit sehen wir einen großen Bedarf an Automatisierungslösungen, und davon profitiert auch die Bildverarbeitung«, erläutert Munkelt. »Qualitätsprüfung im Fertigungstakt, Vollständigkeitsprüfung schon im Produktionsablauf, Prozesssicherheit in der Produktion - ohne Bildverarbeitung wären die steigenden Anforderungen in einer modernen Produktion schwer zu meistern.«

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Industrielle Bildverarbeitung bis 2017

Um mindestens zehn Prozent wächst die Bildverarbeitungsindustrie in diesem Jahr in Deutschland. Dies verkündete der VDMA anlässlich der aktuell in Stuttgart stattfindenden Bildverarbeitungsmesse Vision.

China ist laut VDMA momentan der dynamischste Wachstumsmarkt für industrielle Bildverarbeitungstechnik aus Deutschland. Mit Ausnahme des Krisenjahres 2009 wachsen die Exporte nach China Jahr für Jahr überdurchschnittlich. Seit 2008 hat sich der Umsatz vervierfacht. 2013 stieg er um 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit einem Anteil von nunmehr 10 Prozent am Gesamtumsatz findet nur noch in Nordamerika mehr industrielle Bildverarbeitungstechnik aus Deutschland Absatz.

Im Jahr 2013 steigerte die deutsche Bildverarbeitungsindustrie ihre Mitarbeiterzahl um 9 Prozent auf fast 8100. Der Exportanteil betrug im selben Jahr 58 Prozent.

Der Trend, dass die industrielle Bildverarbeitungstechnik in immer mehr Anwendungen außerhalb der Fabriken vordringt, hat sich im vergangenen Jahr fortgesetzt. Der Umsatz der Branche in nicht-industriellen Anwendungen wuchs 2013 um 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während der Umsatz in industriellen Applikationen nur um 3 Prozent zunahm. Der Anteil nicht-industrieller Anwendungen am gesamten Branchenumsatz stieg damit auf knapp 29 Prozent. Intelligente Verkehrssysteme hatten unter den nicht-industriellen Anwendungen den größten Anteil am Gesamtumsatz, gefolgt von Medizintechnik, Logistik und Postsortierung sowie Sicherheit und Überwachung.