IBV-Schnittstellen USB3 Vision & Co.: Welche Vorteile hat welche Schnittstelle?

Die zukünftige USB3-Vision-Kamera »mvBlueFOX3« von Matrix Vision
Die zukünftige USB3-Vision-Kamera »mvBlueFOX3« von Matrix Vision

Die neuesten Bildsensoren können kommen, denn die Bildverarbeitungs-Schnittstellen der nächsten Generation sind schon (so gut wie) alle da. Auch USB 3.0 hat durch den USB3-Vision-Standard seine Industrietauglichkeit bewiesen. Welche Vor- und Nachteile hat nun diese Schnittstelle gegenüber den anderen?

Egal ob von Sony, CMOSIS oder Aptina: Neue Bildsensoren mit neuen Funktionen und Eigenschaften sind bereits da oder konkret angekündigt. Sony schickt beispielsweise einen CCD-Sensor mit Quad-Tap und 9,2 MPixel ins Rennen. CMOSIS präsentiert einen 4-MPixel-CMOS-Sensor, der mittels Spalten-ADC sehr hohe Bildraten bei gleichzeitig hoher Bittiefe ausgeben kann. Aptina bietet einen 14-MPixel-Sensor mit hoher Empfindlichkeit bei schwachem Licht und niedrigem Rauschen. Alle Sensoren haben höhere Frameraten und Auflösungen gemeinsam, was für aktuelle PCs hinsichtlich Speicher-Bandbreite und Rechenleistung kein Problem darstellt.

Von den aktuellen Schnittstellen der industriellen Bildverarbeitung dagegen könnte die eine oder andere jedoch ins Hintertreffen geraten. Mit CameraLink existiert gerademal eine Kamera-Schnittstelle, die in der »Full«-Konfiguration sowie mit 8-Tap etwa 5440 MBit/s Bruttobandbreite bietet und damit den Ansprüchen der neuen Sensoren genügen könnte. Weder USB 2.0 (480 MBit/s Bruttobandbreite) noch FireWire B (800 MBit/s) und GigE Vision (1000 MBit/s) können hier annähernd mithalten. Neue Schnittstellen sind also vonnöten - und sie sind schon da.

Natürlich wartet die industrielle Bildverarbeitung als innovative Branche mit entsprechenden Lösungen auf. Genauer gesagt schickt sie passende Produkte für die neuesten branchenspezifischen Schnittstellen auf Framegrabber-Basis und die jüngsten Framegrabber-losen Consumer-Standardschnittstellen ins Rennen. Tabelle 1 nennt jeweils die Schnittstelle, die Bruttobandbreite, die Kabellänge und das Jahr der marktrelevanten Einführung.