Siemens / Dresser-Rand Übernahme unter Dach und Fach

Die Übernahme von Dresser-Rand durch Siemens ist abgeschlossen: Das Unternehmen, Hersteller von Kompressoren, Turbinen und Motoren für die Öl- und Gasindustrie sowie die dezentrale Stromerzeugung, heißt jetzt »Dresser-Rand, A Siemens Business«.

Das Geschäft von Dresser-Rand wird mit der Kompressor-Einheit und dem zugehörigen Service-Geschäft von Siemens eine neue Einheit Dresser-Rand in der Siemens Division Power and Gas bilden und sich vornehmlich auf die Öl- und Gas-Branche fokussieren.

Am vergangenen Montag hatte die EU-Kommission die Übernahme von Dresser-Rand durch Siemens ohne Auflagen oder Bedingungen genehmigt. Der Gesamtkaufpreis für den Erwerb aller ausstehenden Aktien von Dresser-Rand zuzüglich der Übernahme der ausstehenden Finanz-Verbindlichkeiten des Unternehmens von über 1,2 Milliarden US-Dollar beträgt rund 7,8 Milliarden US-Dollar. Siemens finanziert den Kaufpreis aus dem Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit und Investitionstätigkeit sowie mit neu ausgegebenen Dollar-Anleihen.

Der derzeitige Dresser-Rand-CEO Vincent Volpe wird das Geschäft in der ersten Integrationsphase führen. Zum 1. September 2015 wird dann Christopher Rossi den CEO-Posten übernehmen. Rossi ist seit 28 Jahren Mitglied im Management-Team von Dresser-Rand. CFO wird Siemens-Manager Heribert Stumpf.

Ab dem Jahr 2019 erwartet Siemens durch die Integration von Dresser-Rand jährliche Synergien von rund 200 Millionen Euro. Dresser-Rand erzielte im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von rund 2,8 Milliarden US-Dollar und beschäftigte etwa 7900 Mitarbeiter. Die etablierten Marken aus dem Portfolio von Dresser-Rand sollen bestehen bleiben.

»Mit Dresser-Rand verfügen wir nun über ein umfassendes Portfolio an Ausrüstung und Fähigkeiten für die Öl- und Gasindustrie und eine deutlich größere installierte Basis«, erläutert Siemens-Vorstandsmitglied Lisa Davis. »Damit können wir die Bedürfnisse des Marktes mit erstklassigen Produkten, Lösungen und Dienstleistungen adressieren. Beim derzeitigen Ölpreisniveau suchen unsere Kunden verstärkt nach Wegen, ihre Kosten zu senken. Das eröffnet uns trotz der Herausforderungen des niedrigen Ölpreises auch Chancen, weil wir uns auf Angebote zur Kostenreduktion und Effizienzsteigerung verstärkt konzentrieren werden. Die langfristige Wachstumsgeschichte bei Öl und Gas ist intakt.«