IBV unterstützt Deep-Learning-Prozesse Strategische Produktions­planung als Joker der Bildverarbeitung

In immer mehr Produktionsstätten verhelfen Kameras den Robotern zum Sehen.
In immer mehr Produktionsstätten verhelfen Kameras den Robotern zum Sehen.

Deep Learning ermöglicht in Unternehmen die Analyse von Big Data und kognitive Erkenntnisse. Bildverarbeitung stellt dafür Daten und intelligente Algorithmen bereit. Für Unternehmen liegt das größte Potential der sehenden Technologie in deren strategischer Rolle – es ist noch weitgehend ungenutzt.

Welche treibende Kraft Bildverarbeitung für die industrielle und technische Entwicklung darstellt, zeigt sich nicht zuletzt in aktuellen Branchenzahlen. Um 10 Prozent wuchs laut VDMA der Umsatz der europäischen Bildverarbeitungsindustrie 2016 gegenüber dem Vorjahr – und dank Industrie 4.0 und Digitalisierung hat der ehemalige Nischenmarkt weiterhin glänzende Aussichten. Die analytischen Daten der visuellen Sensorik ermöglichen die Erkennung von Mustern, Positionen und Abweichungen sowie die inhärente Überprüfung aller Prozesse für eine automatisierte Fertigungssteuerung auf IT-Basis. Damit leistet die Bildverarbeitung einen essentiellen Beitrag für die Kollaboration zwischen Systemen, Robotern und Menschen und ist somit ein wichtiger Teil der sich selbst organisierenden Steuerung der Fabrik der Zukunft.

Der Einsatz der Bildverarbeitung lässt sich in drei Kernbereiche aufteilen: Im Rahmen der sicheren Mensch-Maschine-Kollaboration informiert das Vision-System Roboter, wo der Mensch sich gerade aufhält, und verhindert Kollisionen, Verletzungen oder Anlagenausfälle. Mit der lückenlosen Analyse von Produktionszyklen wird die vorausschauende Wartung und flexible Anlagensteuerung für One-to-One-Produktion und Losgröße 1 möglich. Doch der große Trumpf der Bildverarbeitung ist die übergeordnete strategische Rolle, die sie mit intelligenten Analysen in Unternehmen einnehmen kann.