»Contact-Image-Sensoren« für die Inspektion flacher Produkte Stemmer Imaging erweitert Vertriebsprogramm

Für die Inspektion flacher Produkte sind die »Contact-Image-Sensoren« (CIS) von Tichawa Vision ausgelegt.

Der Bildverarbeitungstechnik-Lieferant Stemmer Imaging hat mehrere neue Vertriebspartnerschaften geschlossen und bestehende erweitert. Unter anderem vertreibt das Unternehmen mit Hauptsitz in Puchheim bei München jetzt die »Contact-Image-Sensoren« (CIS) von Tichawa Vision sowie die Industrie-PCs und Bilderfassungskarten von Adlink Technology.

Die patentierten CIS von Tichawa Vision haben nach Unternehmensangaben bei der Inspektion flacher Produkte in punkto Auflösung und Datenrate erhebliche Vorteile gegenüber herkömmlichen Zeilenkamera-Systemen. Sie sind ab sofort in allen vier Niederlassungen von Stemmer Imaging in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und der Schweiz erhältlich.

Industrie-Computer und Bilderfassungs-Karten stehen im Zentrum des Produktprogramms von Adlink Technology. Gemäß einem kürzlich geschlossenen Abkommen vertreibt Stemmer Imaging die Produkte des taiwanesischen Herstellers ab sofort im gesamten Vertriebsgebiet aller Niederlassungen.

Als Hersteller von Kabeln für die Bildverarbeitung ist das US-Unternehmen Components Express Inc. (CEI) bekannt - unter anderem bietet CEI Kabel für die neue Schnittstellentechnik CoaXPress, die als ein möglicher Nachfolger von CameraLink gehandelt wird. Auch die Produkte von CEI sind nun fester Bestandteil des Lieferprogramms aller Stemmer-Imaging-Niederlassungen.

Die Partnerschaft mit Z-Laser war bislang auf Stemmer Imaging in Deutschland und der Schweiz beschränkt. Jetzt vertreibt das Unternehmen die Laser-Beleuchtungen des Freiburger Laser-Herstellers auch über die Niederlassungen in England und Frankreich.

CIS: Scanner für die Produktion

Die CIS von Tichawa Vision lassen sich bis zu einer Zeilenbreite von 4160 mm modular fertigen und ermöglichen Auflösungen von bis zu 3600 dpi, was einer Pixel-Größe von 7 µm entspricht. Sie sind in Monochrom oder Farbe sowie in Varianten mit UV- und IR-Licht verfügbar. Wegen ihrer hohen Datenraten bietet sich eine Anbindung per CameraLink-Bilderfassungskarte an. Bei geeigneter Wahl der Bilderfassungskarte lassen sich auch Systeme mit Bildvorverarbeitung erstellen.

»Zu den Hauptvorteilen der balkenförmigen CIS zählen der geringe Platzbedarf von nur wenigen Zentimetern oberhalb des Objekts, das verzerrungsfreie Bild, die großen realisierbaren Längen sowie die hohe Unempfindlichkeit gegenüber Fremdlichteinstrahlungen«, erläutert Peter Stiefenhöfer, Leiter Marketing und Öffentlichkeitsarbeit von Stemmer Imaging. »CIS bündeln die eingesetzten Sensoren gemeinsam mit der zugehörigen Beleuchtung und Optik in einer kompakten Bauform und ermöglichen eine gute und verzerrungsfreie Abbildung zu einem attraktiven Gesamtpreis.«

Die CIS-Produktlinien umfassen die schlanke Bauform »MIDICIS« von 130 bis 520 mm und den robusten »MAXICIS« von 260 bis 4160 mm Zeilenlänge sowie »TUBECIS« zur Prüfung innerer Oberflächen von Rohren und Zylindern. Über die Standard-Produkte hinaus sind auch kundenspezifische Entwicklungen möglich.

»Im Gegensatz zu herkömmlicher Scanner-Technik bietet die Weiterentwicklung von Tichawa Vision den zehnfachen Schärfentiefebereich von 4 mm und darüber«, verdeutlicht Stiefenhöfer. »Dies macht die Technologie geeignet zur Inspektion beispielsweise von Papier, Banknoten, Glas, Folien, Holz, Blech, Leiterplatten oder Wafern.«

Weiterentwicklungen der CIS sind derzeit in Arbeit. So wird Tichawa Vision in Kürze Versionen mit Gigabit-Ethernet-Schnittstelle für Low-End-Applikationen sowie Varianten mit weiter erhöhtem Schärfentiefebereich von +-10 mm vorstellen.