Balluff Solides Wachstum und neue Lösungen für Industrie 4.0

Die Geschäftsführung von Balluff: Florian Hermle (links), Katrin Stegmaier-Hermle und Michael Unger.
Die Geschäftsführung von Balluff: Florian Hermle (links), Katrin Stegmaier-Hermle und Michael Unger.

Mit einem Umsatzplus von 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr hat die Balluff-Gruppe das Geschäftsjahr 2016 abgeschlossen. Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen ein deutlich höheres Umsatzwachstum.

Auf 378 Mio. Euro belief sich der Umsatz der Balluff-Gruppe im Geschäftsjahr 2016, das mit dem Kalenderjahr identisch ist – nach 366 Mio. im Jahr 2015. Obwohl die Umsatzsteigerung ein Jahr zuvor mit 13,0 Prozent deutlich kräftiger ausfiel – 2014 betrug der Umsatz 324 Mio. Euro -, zeigte sich die Geschäftsführung mit dem Zuwachs 2016 zufrieden. »Wir sind mit Sensorik-, Identifikations- und Netzwerk-Lösungen für die industrielle Automatisierung seit langem auf einem konstanten Wachstumspfad«, erläutert Katrin Stegmaier-Hermle, als geschäftsführende Gesellschafterin verantwortlich für den kaufmännischen Bereich. »Allein in den vergangenen drei Jahren wuchs unser Umsatz um 19,2 Prozent. Das entspricht einem durchschnittlichen Wachstum von jährlich 6,4 Prozent. Zudem haben wir gut gewirtschaftet.« Das EBIT verbesserte sich im Geschäftsjahr 2016 von 28 auf 33 Mio. Euro, so dass die Umsatzrentabilität von 7,8 auf 9 Prozent zunahm.

In das aktuelle Geschäftsjahr sei Balluff »extrem gut gestartet«: Zum Ende des ersten Quartals am 31. März wies das Unternehmen ein Umsatzplus von 22,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum aus. Der Gruppenumsatz betrug im ersten Quartal 114,1 Mio. Euro nach 93,0 Mio. Euro ein Jahr zuvor. Besonders hohes Wachstum verzeichnete die Gruppe auf dem nordamerikanischen Markt (36,2 Prozent) und im asiatisch-pazifischen Raum (42,6 Prozent). »Einige Projekte aus dem Jahr 2016 konnten wir erst in diesem Jahr fakturieren«, erläutert Stegmaier-Hermle. »Allerdings kann man aus dem gelungenen Jahresauftakt noch nicht auf das Gesamtjahr schließen. Dazu ist das politische Umfeld auf wichtigen Märkten zu unsicher.« Unabhängig davon rechnet sie aber mit einem deutlichen Wachstum für das ganze Jahr: »Unser Ziel steht - 2019 wollen wir die Marke von 500 Mio. Euro überschreiten.« Als Familienunternehmen weist Balluff eine Eigenkapitalquote von 76 Prozent aus, sieht sich damit »außerordentlich solide aufgestellt« und hat die finanzielle Unabhängigkeit, um in weiteres Wachstum zu investieren.

Allein in den vergangenen fünf Jahren stellte das Unternehmen mehr als 1000 neue Mitarbeiter ein. Zum Jahresende 2016 beschäftigte die Gruppe 3263 Mitarbeiter (Vorjahr: 3079), davon rund 980 am Stammsitz in Neuhausen auf den Fildern. Dort bereiten sich derzeit 80 Auszubildende und Studenten an der Dualen Hochschule auf künftige Aufgaben vor.

Als »einer der Schrittmacher für Industrie 4.0«, wie es hieß, legt das Unternehmen seinen Fokus auf Forschung und Entwicklung. »Unsere Produkte und Lösungen sind Schlüsselkomponenten in der digitalen Fabrik – als Datenerzeuger, Datensammler und Informationsverteiler«, verdeutlicht Michael Unger, Sprecher der Geschäftsführung. Damit das so bleibt, investiert das Unternehmen 13,7 Prozent des Gruppenumsatzes in Forschung und Entwicklung. Allein im Entwicklungs-Hub in Neuhausen arbeiten rund 200 Experten an Sensorik-, Identifikations- und Netzwerklösungen für die industrielle Automatisierung. »214 laufende Patente plus 33 Patentanmeldungen im vergangenen Jahr sind Früchte ihrer Arbeit«, führt Unger aus.