Adlink Technology Smart Cameras mit 1,91-GHz-Quadcore-Prozessor

Mit einem 1,91-GHz-Quadcore-Prozessor sind die Smart Cameras »NEON-1020« und »NEON-1040« von Adlink Technology ausgestattet.
Mit einem 1,91-GHz-Quadcore-Prozessor sind die Smart Cameras »NEON-1020« und »NEON-1040« von Adlink Technology ausgestattet.

Die Smart Cameras »NEON-1020« und »NEON-1040« sind laut Hersteller Adlink Technology die ersten mit Quadcore-x86-Prozessor: Ihr Intel-Atom-Baustein des Typs E3845 erreicht eine Taktfrequenz von 1,91 GHz. Ein FPGA-Koprozessor ist ebenfalls integriert.

Während die Quadcore-CPU für hohe Rechenleistung sorgt, beschleunigt der FPGA-Koprozessor Bild-Vorverarbeitungs-Funktionen wie Look-Up-Table, ROI-Berechnung und Shading-Korrektur und senkt so die CPU-Last. Die CMOS-Bildsensoren der beiden Kameras stammen vom belgischen Hersteller CMOSIS: Die »NEON-1040« bietet den 4-Megapixel-Sensor CMV4000 mit einem optischen Format von 1 Zoll und einer Auflösung von 2048 x 2048 Bildpunkten bei einer Bilderfassungsrate von 60 Frames/s. Die »NEON-1020« dagegen hat den 2-Megapixel-Sensor CMV2000 mit einem optischen Format von 2/3 Zoll und einer Auflösung von 2048 x 1088 Bildpunkten bei einer Framerate von 120 Frames/s. Beide Sensoren sind Monochrom-Versionen mit Global Shutter und einer Pixel-Größe von 5,5 x 5,5 µm.

Die Kameras haben eine integrierte PWM-Beleuchtungssteuerung, die mit LED-Beleuchtungen kommuniziert. Sie sind 68,5 x 110 x 52,7 mm groß und stecken in einem waschbaren IP67-Gehäuse mit M12-Steckverbindern, so dass sie sich für raue Industrieumgebungen eignen. Betreiben lassen sie sich bei Temperaturen von 0 bis 50 °C. Ihr Gigabit-Ethernet-Port ermöglicht die Verbindung zu externen Geräten wie GigE-Vision-Slave-Kameras und I/O-Control-Modulen. Vorhanden sind zudem vier digitale Eingänge, vier digitale Ausgänge, ein USB-2.0- und ein RS-232-Port sowie ein VGA-Ausgang bis 2560 x 1600 bei 60 Hz.

Die flexible Software-Entwicklungsumgebung der beiden Kameras unterstützt die generische Programmierschnittstelle GenICam einschließlich GenTL (Transport Layer) sowie die Open-CV- und Open-CL-Programmierung. »Sie erleichtert den Entwicklern die Migration von x86-Plattformen und vereinfacht die Integration in Motion-, I/O- und andere Systeme«, erläutert Neil Chen, Produkt-Manager für Adlinks Produktbereich Vision. Darüber hinaus unterstützen die Kameras unter anderem die Bildverarbeitungs-Bibliotheken »Halcon« von MVTec Software und »Common Vision Blox« von Stemmer Imaging.

Die Kameras beruhen auf Windows 7, auf Wunsch Windows Embedded Standard 7. Sie unterstützen 64-Bit-Befehle, bieten 2 GByte Onboard-RAM und haben 16 bis 32 GByte SSD-Speicher. Das Starterkit umfasst eine der beiden Kameras, eine LED-Beleuchtung, ein Objektiv, alle benötigten Kabel sowie ein Anschluss-Board und wird ab Anfang Juli 2014 verfügbar sein.