Elektronische Zähler an den Haus-IP-Anschluss anbinden Schnittstelle für Smart Metering

Das Multi-Utility-Gateway SEW von Power Plus Communications dient als Brücke vom breitbandigen TCP/IP-Anschluss zum Zähler-Interface.

Power Plus Communications (PPC) hat ein Multi-Utility-Gateway vorgestellt, mit dem sich elektronische Verbrauchszähler in einem Gebäude an den Haus-IP-Anschluss anbinden lassen.

Das Gateway mit der Modellbezeichnung SEW dient als Brücke vom breitbandigen TCP/IP-Anschluss zum Zähler-Interface. Es ermöglicht daher Energie- oder Wasserversorgern einen problemlosen und kostengünstigen Einstieg in Smart-Metering-Projekte. Erhältlich ist es in vier Versionen mit unterschiedlichen Schnittstellen: Wireless-M-Bus, M-Bus, CS und RS-485.

Über das Wireless-M-Bus-Funkmodul eines einzigen Exemplars lassen sich beispielsweise bis zu 500 elektronische Verbrauchszähler gleichzeitig mit dem Haus-IP-Anschluss verbinden. Ein zweites Einsatzszenario des Gateways ist die Steuerung und Kontrolle der Netzinfrastruktur von Energieversorgern. Konnte ein Energieversorger bisher Kontroll- und Messgeräte in seiner Netzinfrastruktur immer nur an Ort und Stelle auslesen, vermag er sie jetzt über das Gateway und dessen RS-485-, M-Bus-, CS- oder Wireless-M-Bus-Schnittstelle an ein IP-Netz anzubinden und jederzeit von fern auszulesen.

Das Gateway ist modular aufgebaut und in einem kompakten Hutschienengehäuse untergebracht. Sein Preis beginnt je nach Ausführung und Menge schon bei unter 50 Euro (zzgl. MwSt.). Lieferbar ist es entweder mit einem Wireless-M-Bus-Funkmodul oder drahtgebunden als RS-485-Ethernet-, CS-Ethernet- oder M-Bus-Ethernet-Gateway. Die RS-485-Ausführung bindet bis zu 200 RS-485-Zähler an, die Variante mit CS-Schnittstelle koppelt bis zu 40 Basiszähler an, und in der M-Bus-Version kann das Gerät bis zu 150 elektronische Zähler an ein IP-Netz anbinden. Optional sind die drahtgebundenen Varianten mit einem Wireless-M-Bus-Funkmodul erweiterbar. In diesem Fall lassen sich über jedes »Kombi-Gateway« bis zu 500 weitere Zähler ans IP-Netz bringen.

»Das entscheidende Merkmal des Gateways ist die Beschränkung auf das Wesentliche, nämlich die Schnittstellenfunktion«, erläutert Thomas Wolski, Pressesprecher des Unternehmens, das sich auf Breitband-Powerline-Kommunikationssysteme (BPL) für Smart Grids fokussiert hat. »Außerdem ist es im Gegensatz zu anderen entsprechenden Produkten, die bislang nur angekündigt sind, bereits lieferbar, auch in größeren Stückzahlen.« Wenn der Versorger seine elektronischen Basiszähler an andere IP-Hausanschlüsse anbinden will, etwa an DSL-, Glasfaser- oder Kabelnetze, fungiert das Gateway als Schnittstelle zwischen dem IP-Hausanschluss und den Zählern.