VDMA-Fachverband Robotik + Automation Robotik, Handling, Vision: VDMA erwartet 14 Prozent Wachstum

Dr. Olaf Munkelt, VDMA: »Projekte, die 2009 auf Eis lagen, werden nun realisiert.«
Dr. Olaf Munkelt, VDMA: »Projekte, die 2009 auf Eis lagen, werden nun realisiert.«

Der Umsatz der Hersteller von industrieller Bildverarbeitungstechnik, Robotik sowie Montage- und Handhabungstechnik wird 2010 dem VDMA-Fachverband Robotik + Automation zufolge um 14 Prozent auf 7,1 Mrd. Euro wachsen.

»Die stetige Erholung des Auftragseingangs seit Jahresbeginn ermöglicht es, unsere Umsatzprognose für das laufende Jahr signifikant anzuheben«, erläutert Dr. Michael Wenzel, Vorsitzender des VDMA-Fachverbands Robotik + Automation. »Wir gehen auch davon aus, dass unsere Branche 2011 weiter wachsen wird, vermutlich in einer Größenordnung von 10 Prozent.«

Bei aller Freude über die Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr sei aber zu bedenken, »dass uns die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009 etwa auf das Umsatzniveau von 2002 zurückgeworfen haben«, wie Wenzel betont. »Mit der 14-prozentigen Umsatzsteigerung des laufenden Jahres erreichen wir wieder das Niveau von 2005 - an die Rekordumsätze der Jahre 2007 und 2008 müssen wir uns noch heranarbeiten.«

Einen Beitrag zum Aufschwung leisten alle vom Fachverband vertretenen Branchen. Am dynamischsten wachsen die Hersteller industrieller Bildverarbeitungstechnik, und zwar um18 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro. »Projekte, die 2009 auf Eis lagen, werden nun realisiert«, erläuterte Dr. Olaf Munkelt, Vorsitzender der VDMA-Fachabteilung Industrielle Bildverarbeitung. »Darüber hinaus dürfte sich die starke Nachfrage nach Bildverarbeitungskomponenten in den kommenden Monaten weiter positiv auf die Umsätze mit Gesamtsystemen auswirken.«

In der Sparte Montage- und Handhabungstechnik zeigt sich nach Angaben von Hans-Dieter Baumtrog, stellvertretender Vorsitzender von VDMA Robotik + Automation, eine starke Nachfrage nach Montage-Komponenten, die sich schon 2010 in einem um 13 Prozent auf 4,2 Mrd. Euro steigenden Umsatz niederschlägt. »Die Montageanlagen mit kompletten kundenspezifischen Fertigungslösungen folgen dann aufgrund der erforderlichen Durchlaufzeiten einige Monate später, so dass wir von einer weiterhin positiven Umsatzentwicklung ausgehen«, verdeutlicht er. Die Robotik profitiert laut Wenzel von den auch wieder aus der Automobilindustrie eingehenden Bestellungen: »Wir gehen für 2010 von einem Umsatzwachstum um 15 Prozent auf 1,8 Mrd. Euro aus«, sagt er.