Renate Pilz scheidet zum Jahresende aus Pilz erzielt erstmals über 300 Millionen Euro Umsatz

Renate Pilz (Mitte) kündigt ihren Abschied aus der Geschäftsführung von Pilz für Ende des Jahres an. Links Susanne Kunschert, rechts Thomas Pilz.
Renate Pilz (Mitte) kündigt ihren Abschied aus der Geschäftsführung von Pilz für Ende des Jahres an. Links Susanne Kunschert, rechts Thomas Pilz.

Der Automatisierungstechnik-Hersteller Pilz hat seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2016 um 6,2 Prozent auf 306 Millionen Euro gesteigert – nach 288 Millionen im Vorjahr. Zudem kündigte Renate Pilz, die langjährige Vorsitzende der Geschäftsführung, an, sich zum Jahresende aus ihrer Rolle zurückzuziehen.

»Die Industrie befindet sich in einem Transformationsprozess«, erläuterte Renate Pilz auch mit Blick auf die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2016. »Vernetzung und Digitalisierung der Geschäftsprozesse verändern nicht nur die Produktion, sondern auch die Art, wie wir zusammenarbeiten. Wir sind gut aufgestellt, um diesen Wandel zu gestalten.«

Zum Stichtag 31.12.2016 beschäftigte Pilz 2172 Mitarbeiter, ein Wachstum von 6,9 Prozent gegenüber den 2030 Mitarbeitern ein Jahr zuvor. 2017 will das Unternehmen weitere Arbeitsplätze schaffen, besonders in Customer Support und Entwicklung. Am Stammsitz in Ostfildern waren Ende 2016 insgesamt 1025 Mitarbeiter tätig, darunter 38 Auszubildende. Mittlerweile betreibt das Unternehmen weltweit 40 Tochtergesellschaften.

Wie schon 2015 investierte Pilz im vergangenen Jahr 19,8 Prozent seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Das Unternehmen investiert derzeit am Stammsitz in Ostfildern 7 Millionen Euro in diesen Bereich: Nach dem Anlaufen der Produktion im neuen »Peter Pilz Produktions- und Logistikzentrum« baut es den bisherigen Produktionsbereich in ein Forschungs- und Entwicklungszentrum um. Nach Abschluss der Baumaßnahmen werden rund 330 Ingenieure auf 7300 qm neue Techniken und Produkte entwickeln.

Seinen Exportanteil hat Pilz 2016 gegenüber dem Vorjahr nochmals gesteigert, und zwar um 0,3 Prozent auf 71,2 Prozent. Um international wachsen zu können, investiert das Unternehmen in den Ausbau seines Vertriebs- und Service-Netzes: Mit der Eröffnung von Pilz South East Asia 2016 hat es die Zahl seiner Tochtergesellschaften auf 40 erhöht. Gleichzeitig intensiviert es durch die Neueröffnung zahlreicher Standorte in bestehenden Tochtergesellschaften die Kundenbetreuung dort. »Digitale Geschäftsprozesse können den Kundenkontakt nicht ersetzen«, kommentierte Renate Pilz.

74,7 Prozent des Umsatzes erzielte Pilz 2016 in Europa, 15,4 Prozent in Asien und 8,8 Prozent in Amerika. Zu den Töchtern mit dem größten Wachstum zählten 2016 neben den Ländern Südostasiens die Landesgesellschaften in Indien und Brasilien, aber auch in Südeuropa.