Industrielle Kommunikation Phoenix Contact bringt eigenen Profinet-ASIC

Volker Bibelhausen, Phoenix Contact: »Mit dem 'Tiger’-Chip lassen sich selbst kleine und einfache Feldgeräte kostengünstig an Profinet ankoppeln.«

Auf den Namen »Tiger« hört ein von Phoenix Contact in Abstimmung mit Siemens entwickelter Profinet-ASIC, der erste des Blomberger Unternehmens. Der Baustein, der eigentlich die Typbezeichnung TPS1 trägt, wird auf der Hannover Messe vorgestellt.

Beim TPS1 handelt es sich um einen hoch integrierten Single-Chip-ASIC zur Ankopplung kompakter Geräte und Antriebe an Profinet-Steuerungen. Auf Basis des ASICs können Gerätehersteller Profinet schnell und problemlos in ihre Geräte implementieren. »Der Baustein ist zukunftssicher, weil er RT und IRT sowie alle Erweiterungen von Profinet berücksichtigt«, erläutert Volker Bibelhausen, Leiter des Geschäftsbereichs Automation bei Phoenix Contact Electronics in Bad Pyrmont. »Durch die Partnerschaft mit Siemens stellen wir sicher, dass der TPS1 voll kompatibel sowohl zur aktuellen als auch zur im August 2010 erwarteten Profinet-Spezifikation V2.3 sowie zu den ASICs 'Ertec 200’, 'Ertec 400’ und Nachfolgern ist. Der TPS1 ergänzt die beiden 'Ertec’-ASICs optimal, indem er das Basistechnologie-Spektrum von Profinet nach unten abrundet.«

Mit dem »Tiger«-Chip lassen sich laut Bibelhausen selbst kleine und einfache Feldgeräte kostengünstig an Profinet ankoppeln: Die Gesamtkosten einer Profinet-Anschaltung auf »Tiger«-Basis sollen nur etwa 13 Euro betragen. Für den Support beim Geräte-Design ist das Phoenix-Contact-Tochterunternehmen KW-Software zuständig. Erste Prototypen des ASICs sollen im September 2010 bereitstehen. Die Serienproduktion ist ab dem 3. Quartal 2011 vorgesehen. Gefertigt wird der Baustein von NEC.