Sicher wie der Zufall Optisches Sicherheitssystem lässt Hacker abblitzen

Zufällig angeordnete Lichtleiter in einem Substrat
Zufällig angeordnete Lichtleiter in einem Substrat erzeugen ein vollkommen zufälliges Lichtpunktemuster, das auch nicht vom Hersteller reproduzierbar ist.

MinDUCT hat eine vollständig neue Sicherheitstechnik gegen Hacker-Angriffe entwickelt. Das patentierte Verfahren beruht auf einer optischen Codierung, die einmalig, unverwechselbar und vor allem unreproduzierbar ist.

Jeder Code, ob erdacht oder elektronisch generiert, kann geknackt werden. Wirklich sicher ist letztlich nur der Zufall. Auf dieser Überlegung aufbauend hat minDUCT ein fälschungssicheres Sicherheitskonzept entwickelt. Ziel der Experten der Firma minDUCT war es, ein Verfahren zu finden, das ein möglichst hohes Maß an Sicherheit garantiert, weil es nicht ausschließlich auf Elektronik beruht. Damit ist es gegen die meisten Hacker-Angriffe von vornherein gefeit. Das System sollte zudem kostengünstig in der Herstellung und Anwendung sein, vielfältige Anwendungsmöglichkeiten erlauben und sich einfach einsetzen lassen. Das Ergebnis hat minDUCT auf den Namen ODNA getauft, die Abkürzung steht für Optical DNA.

Optische Codierung

Das Prinzip, auf dem ODNA basiert: In ein beliebig geformtes opakes Substrat aus nicht lichtleitendem Kunststoff werden viele dünne lichtleitende Fasern, beispielsweise Glasfasern, in völlig willkürlicher Anordnung eingegossen. Der zweite Schritt besteht darin, aus dem Substrat Scheiben zu schneiden und sie an den Stirnflächen anzuschleifen. Fällt Licht von einer Seite auf eine solche Scheibe, dann entsteht auf der gegenüberliegenden Seite ein Muster aus Lichtpunkten, das ein CCD-Element liest. Die lichtleitenden Fasern können im Substrat auch so angeordnet sein, dass Beleuchtung und Mustererkennung auf derselben Seite möglich sind.

Nichtreproduzierbares Sicherheitselement

Die Vielzahl der Lichtleiter und ihre zufällige Anordnung bewirkt, dass dieses Muster ein Unikat darstellt, das ausschließlich an die betreffende Scheibe gebunden ist. Diese Muster lassen sich zur Identifikation des Trägers des Sicherheitselements in Datenbanken abspeichern. So werden Lichtpunktmuster zur einfachen und gleichzeitig sicheren Identifikation verwendet. Weil die lichtleitenden Fasern völlig willkürlich innerhalb des Substrats angeordnet sind und zudem verschiedene Querschnitte aufweisen können, entsteht durch dieses einzigartige Verfahren ein Sicherheitselement, das nicht reproduzierbar ist – auch nicht durch den Hersteller.

Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten

Für das neue Verfahren sind viele Anwendungsbereiche denkbar. Kopiersichere Bankkarten sind nur ein Beispiel unter vielen. Es eignet sich auch für Zugangskontrollen für sensible Bereiche oder Zertifikate (COA Certificate of Authentication) für hochwertige Ersatzteile und zur fälschungssicheren Identifikation von Luxusgütern oder Kunstwerken. Weiter Anwendungsfälle wäre die sichere Identifikation von Medikamenten. Auch in RFID-Systemen kann ODNA für höhere Sicherheit sorgen. »Wir wissen selber noch nicht, welche weiteren Ideen auf uns zukommen werden«, sagt Martin Köhn, Geschäftsführer der in Freiburg ansässigen minDUCT.