Anwender können selbst entwickelte Software-Erweiterungen integrieren Open-Source-gestütztes UMTS-Gateway

Mit zwei Webservern ausgestattet ist das Internet-Remote-Access-Gateway IGW/922-U von SSV Software Systems.

Über zwei Webserver verfügt das sofort einsatzbereite Internet-Remote-Access-Gateway IGW/922-U von SSV Software Systems. Es ist für die DIN-Hutschienenmontage konzipiert und lässt sich durch Software-Erweiterung an verschiedene Aufgaben anpassen.

Die Internet-Anbindung erfolgt über die flächendeckend verfügbaren Mobilfunknetzwerke mit Hilfe einer internen UMTS/HSPA-Schnittstelle, die auch abwärtskompatibel zu GSM/GPRS ist. Darüber hinaus bietet das IGW/922-U zwei 10/100-MBit/s-Ethernet-Schnittstellen, 1x RS-232 als Sub-D-Steckverbindung, 1x RS-232/RS-485 auf einer Klemmleiste sowie einen Alarm- bzw. Schaltausgang. Die Spannungsversorgung erfolgt über ein externes 24-VDC-Netzteil. Als Zubehör ist auf Wunsch eine Mobilfunk-Magnetfußantenne einschließlich HF-Verlängerungskabel erhältlich.

Die ab Werk vorinstallierte Software des IGW/922-U ist eigens für den UMTS-gestützten Fernzugriff auf dezentrale Anlagen optimiert. Besonderes Augenmerk hat SSV dabei nach eigenen Angaben auf den Zugriffsschutz gelegt. Neben VPN-Funktionen auf SSL- und IPsec-Basis ist eine Firewall in die Firmware eingebettet, über die sich der Fernzugriff individuell absichern lässt. Darüber hinaus sind verschiedene Proxy-Server-Funktionen in die Software integriert. So kann beispielsweise ein entsprechend autorisierter Nutzer per VPN-Tunnel über den integrierten IGW/922-U-Access-Proxy-Server (SSV/APS) auf alle Baugruppen einer Anlage zugreifen. Hierzu ist der Server über spezielle Kommunikationsprotokolle mit den Feldgeräten in der unmittelbaren Umgebung verbunden und emuliert aus Sicht der externen Baugruppe den jeweiligen Endpunkt einer Kommunikationsbeziehung.

Das IGW/922-U ist von vornherein mit zwei Webservern (1x HTTP, 1x HTTP/HTTPS) ausgestattet, die komplett unabhängig voneinander arbeiten. Einer der beiden Server ist unter dem TCP-Port 7777 ausschließlich für Konfigurationsaufgaben reserviert. Er wird von der vorinstallierten Software genutzt und hat einen Passwortzugriffsschutz. Über ihn lassen sich sämtliche Systemfunktionen per Webbrowser einstellen. Der zweite Webserver läuft unter dem TCP-Port 80 (HTTP) bzw. 443 (HTTPS). Er ist für anwenderspezifische Erweiterungen auf Web-Basis reserviert. Mit seiner Hilfe sind beispielsweise beliebige Daten externer Anlagenbaugruppen über Webbrowser-Zugriffe visualisierbar.

Zur Entwicklung eigener Software-Erweiterungen steht eine Entwicklungsumgebung bereit. Sie unterstützt die C/C++-Programmierung sowie den Entwurf eigener Websites mit HTML, CSS und JavaScript. Für verschiedene Anwendungsszenarien sind Quellcodes und Beispiele verfügbar. Mit ihnen kann das Gerät unter anderem die Betriebsdaten aus Photovoltaik-Wechselrichtern verschiedener Hersteller mit Hilfe getesteter C/C++-Quellen per Ethernet oder RS-485 auslesen und an Internet-Portale oder Cloud-Speicherlösungen weiterleiten. Auch Modbus-Treiber lassen sich bei Bedarf hinzufügen.