OPC UA gewinnt an Akzeptanz OPC Foundation und BIG-EU arbeiten zusammen

Ihre beiden Vereinigungen kooperieren jetzt miteinander: Klaus Wächter, die beiden Sprecher der gemeinsamen Arbeitsgruppe Matthias Damm und Frank Schubert sowie Stefan Hoppe (v.l.n.r.).
Ihre beiden Vereinigungen kooperieren jetzt miteinander: Klaus Wächter, die beiden Sprecher der gemeinsamen Arbeitsgruppe Matthias Damm und Frank Schubert sowie Stefan Hoppe (v.l.n.r.).

Der Interoperabilitäts-Standard OPC UA bekommt immer mehr Unterstützer: Jetzt hat sich auch die BACnet Interest Group Europe (BIG-EU) zu dem Standard bekannt. Eine entsprechende Kooperationserklärung haben die BIG-EU und die OPC Foundation vor kurzem unterzeichnet.

Ziel der beiden Organisationen ist es, den Datenfluss zwischen der Gebäudeautomatisierung und der ERP-Ebene zu optimieren. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe hat bereits ihre Tätigkeit aufgenommen. An der Schnittstelle von BACnet (ANSI ASHRAE 135 / ISO 16484-5) und OPC UA (IEC 62541) soll der Datentransfer zwischen der Gebäude- und der Industrieautomatisierung verbessert werden. Änderungen im BACnet-Standard und in der OPC-Architektur sind nicht vorgesehen.

»Mit unserer Zusammenarbeit binden wir die Gebäudeautomatisierungs-Systeme auf breiter Front an die Enterprise-Ebene an«, verdeutlicht Klaus Wächter vom Vorstand der BIG-EU. Stefan Hoppe, Präsident der OPC Europe, ergänzt: »BACnet ist der De-facto-Standard in der Gebäudeautomatisierung, und OPC UA ermöglicht den Datentransport hin zu anderen Gewerken und innerhalb der Fertigungslandschaft hoch bis in die ERP-Ebene. Wir wollen beides zusammen besser nutzen.«

Wie Hoppe weiter erläutert, breitet sich OPC UA innerhalb der Automatisierungs-Pyramide sowohl nach oben als auch nach unten aus: »Die Skalierung von OPC UA vom ERP-System bis hinunter in die Steuerungsebene endet mittlerweile nicht mehr an den SPS-Controllern«. Das Fraunhofer-Anwendungszentrum Industrial Automation (IOSB-INA) in Lemgo habe beispielsweise den OPC-UA-Server in kleinste Sensorknoten integriert - »die Vision 'OPC UA vom Sensor bis ins SAP-System‘ ist somit realisierbar«, wie Hoppe hervorhebt.

Der aktuelle Fokus der OPC Foundation liegt auf einer besseren Anbindung der Automatisierungstechnik an die MES-Ebene: »Dis SPS-Hersteller werden in Zukunft direkt Funktionen im MES aufrufen können«, betont Hoppe.