TE connectivity Neue Technologien für IoT

Rob Shaddock, TE connectivity: »Integrierte 3D-Antennen für den Einsatz in Autos reduzieren den Platzbedarf und erhöhen die Flexibilität.«
Rob Shaddock, TE connectivity: »Integrierte 3D-Antennen für den Einsatz in Autos reduzieren den Platzbedarf und erhöhen die Flexibilität.«

IoT und Industrie 4.0 – in diese Märkte will TE Connectivity verstärkt vorstoßen und hat deshalb ihr Produktspektrum an Sensoren über den Zukauf von Measurement Specialities im Juni dieses Jahres deutlich erweitert.

TE Connectivity führt eine Vielzahl von MEMS- und Silizium-basierter Sensoren im Programm, die unter anderem Druck, Temperatur, Feuchtigkeit, Positionen und Drehmomente messen. »Das ist eine logische Erweiterung unseres Verbindungstechnik, zusammen mit den Automotive-Sensoren kommen wir jetzt auf einen Umsatz von rund 100 Mio. Dollar allein mit Sensoren«, sagt Rob Shaddock, CTO von TE Connectivity. »Damit haben wir jetzt eine gute Basis für IoT-Anwendungen gelegt.« Welche Anwendungen das sein können, das entwickeln die Ingenieure von TE in einem dedizierten IoT-Lab in Cambridge. Eine der Herausforderungen sieht Rob Shaddock darin, verschiedene Sensoren in einem Gehäuse zu integrieren, da stecke mehr Technik dahinter als so man auf den ersten Blick vermute. Weil das Ziel von TE darin besteht, den Anwendern komplette Systeme zu liefern, übernimmt das Unternehmen auch je nach Anforderung die Entwicklung der Elektronik, etwa von ASICs, die die Sensoren intelligent machen, über die Software bis zu Kommunikationsanbindung.

Ein Beispiel für die Kombination der Techniken ist ein Steckverbinder, der Diagnosefunktionen durchführen kann und über eine LED anzeigt, ob ein eventueller Fehler etwa durch eine Kabelunterbrechung auftritt oder ob eine andere Funktionseinheit einer Maschine ausgefallen ist. »Wenn man etwa sofort sagen kann, dass in einer landwirtschaftlichen Maschine das Kabel oder ein Ventil ausgefallen ist, lässt sich die Reparaturzeit erheblich reduzieren und damit viel Geld sparen«, so Shaddock.

Was für IoT-Systeme ebenfalls wichtig ist, ist die Kommunikation, insbesondere über Funk. Bestes Beispiel ist das Auto, in dem heute schon bis zu 30 Antennen verbaut sind. TE hat jetzt eine 3D-Antenne entwickelt, das die Antennen für das Mobiltelefon, für GPS und für die Car-to-Car-Kommunikation integriert sind. Shaddock spricht hier von »Antenna Fusion«. Die Metallbeschichtung, die die Antennen bilden, werden über ein Laserverfahren auf den 3D-Plastikkörper aufgebracht. Damit ließe sich eine »globale« Antenne realisieren, die sich auf regionale Anforderungen einfach angepasst werden kann.

Eine weitere interessante Entwicklung ist die gemeinsame drahtlose Übertragung von Power und Daten. Damit können beispielsweise in Robotern Kabel eingespart werden. »Das erhöht nicht nur die Zuverlässigkeit, sondern gibt auch neue Freiheitsgrade, so kann etwa ein Roboterarm permanent in eine Richtung rotieren«, sagt Shaddock. TE arbeitet gerade an Systemen, die Leistungen im Bereich von 10 bis 20 und demnächst auch bis 200 W übertragen können.