Mobile Industrial Robots Mobiler Roboter MiR100 jetzt auch in Deutschland erhältlich

Mit unterschiedlichen Transportgestellen lässt sich der mobile Roboter MiR100 von Mobile Industrial Robots ausstatten.
Mit unterschiedlichen Transportgestellen lässt sich der mobile Roboter MiR100 von Mobile Industrial Robots ausstatten.

Mobile Industrial Robots (MiR) tritt in den deutschen Markt ein: Der dänische Hersteller mobiler Roboter bietet ab sofort sein Modell MiR100 über zunächst drei Vertriebspartner auch hierzulande an. Als Zielbranche betrachtet das Unternehmen Logistik, Industrie und Gesundheitswesen.

Zu haben ist der MiR100 in Deutschland derzeit bei WMV Robotics, Lorenscheit Automatisierungs-Technik und Jugard+Künstner. »Unser Ziel ist es, unseren Kunden über alle Regionen in Deutschland hinweg einen optimalen Service bieten zu können«, erläutert Henrik Vesterlund Sørensen, Area Sales Manager bei MiR und für Ausbau und Weiterentwicklung des Vertriebsnetzes verantwortlich.

Für Produktivitätssteigerung sorgt der MiR100 beispielsweise, indem er monotone Transportaufgaben übernimmt. In Krankenhäusern kann er schwere Wäschewagen ziehen, wobei er laut MiR keine Hürden kennt. Auch die Kommunikation mit Türen und Fahrstühlen ist möglich. Der Roboter verbindet sich dabei mit dem WLAN des Aufzugs und kann so selbstständig Transportaufgaben erledigen.

Um die nötige Flexibilität zu erreichen, muss der MiR100 leicht programmierbar und in bestehende Logistik- und Produktionslösungen schnell integrierbar sein. Das gelingt dem Roboter durch Instant Mapping. Er scannt seine Umgebung und hält sie in einer 3D-Darstellung fest. Zudem vermag er CAD-Daten größerer Umgebungen zu importieren. Anschließend kann er sich vollkommen autonom und sicher bewegen. Eingebaute Scanner, 3D-Kameras und Ultraschall sorgen dafür, dass der Roboter automatisch stoppt, sobald er Menschen oder statischen Hindernissen begegnet.

Dank gängiger Web-Techniken kann jeder Mitarbeiter dem MiR100 über mobile Endgeräte wie Tablet oder Smartphone eigenverantwortlich Befehle geben. Der Roboter lässt sich ohne großen Programmieraufwand einrichten. MiR zufolge ist er meist schon nach einem Tag betriebsbereit und amortisiert sich oft innerhalb eines Jahres.

Das Unternehmen bietet den MiR100 als offene Plattform für mobile Robotik-Anwendungen an. Unterschiedliche Aufsatzmodule und ein Hängersystem machen aus dem Roboter ein multifunktionsfähiges Transport- und Ziehsystem, das gemäß individuellen Anforderungen einsetzbar ist. Ein Austausch von Modulen ist jederzeit möglich.

Wenn mehrere Roboter innerhalb einer Produktionsstätte zum Einsatz kommen, sorgt die sogenannte Fleet Control über ein Navigationssystem für die Kommunikation unter den Robotern. In der Industrieproduktion 4.0 müssen sich mobile Transporter wie der MiR100 außerdem mit ERP- und Lagersystemen vernetzen lassen, um beispielsweise smarte Logistiklösungen zu ermöglichen. Auch das ist laut MiR mit dem MiR100 gewährleistet.

Der Roboter hat eine Ladefläche von 600 x 800 mm und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 5,4 km/h. Seine Tragkraft beträgt maximal 100 kg, seine Zugkraft bis zu 300 kg. Mit einer Standardbatterie lässt er sich 13 Stunden betreiben oder erreicht 20 km Wegstrecke. Er ist geprüft nach der europäischen Norm EN 1525 »Sicherheit von Flurförderzeugen; Fahrerlose Flurförderzeuge und ihre Systeme«.