eks Engel LWL-Kabel direkt an Ethernet-Medienkonverter anschließen

Ralph Engel, eks Engel: »Bisher ließen sich Lichtwellenleiterkabel in der Feldebene nicht direkt an Medienkonverter anschließen. Der ‚e-light S‘ ändert das.«
Ralph Engel, eks Engel: »Bisher ließen sich Lichtwellenleiterkabel in der Feldebene nicht direkt an Medienkonverter anschließen. Der ‚e-light S‘ ändert das.«

Der Lichtwellenleiter-Spezialist eks Engel präsentiert eine neuartige Lösung für die optische Datenübertragung auf der Feldebene. Ralph Engel, Geschäftsführer des Unternehmens, erläutert die Hintergründe.

Markt&Technik: Wodurch zeichnet sich die neue Datenübertragungs-Lösung von eks Engel aus?
Ralph Engel: Das »e-light S« genannte System besteht aus einem kompakten Ethernet-Medienkonverter einschließlich M50-Verschraubung und vorkonfektionierten Lichtwellenleiterkabeln mit Single- oder Multimode-Fasern. Es lässt sich an Schaltschranktüren oder Maschinengehäusen montieren und nach dem Plug-and-play-Prinzip in Betrieb nehmen. Weil die Buchse für das Lichtwellenleiterkabel, die ebenso wie der Stecker und die M50-Verschraubung die Anforderungen der Schutzart IP65 erfüllt, nach außen zeigt, lassen sich die vorkonfektionierten Kabel leicht anschließen.

Worin besteht das Plug-and-Play-Prinzip des »e-light S«, und worin liegt die Vereinfachung für Anwender?
Bisher konnten Lichtwellenleiterkabel in der Feldebene nicht direkt an Medienkonverter angeschlossen werden, sondern nur über eine Spleißbox und Patchkabel. Da der »e-light S« eine IP65-Anschlusstechnik hat, lassen sich vorkonfektionierte Kabel, die in kundenspezifischen Varianten bereitstehen, jetzt sozusagen im Handumdrehen anschließen, sprich ohne aufwändiges Spleißen vor Ort.

Welche Vorteile bringt die Montageart – Gerät an der Innenseite von Schaltschranktür oder Maschinengehäuse montiert, Anschluss für das Lichtwellenleiterkabel außen – für Anwender?
Den gemeinsamen Nenner bildet die Flexibilität. Denn die IP65-Anschlusstechnik ermöglicht eine einfache Um- oder Nachrüstung von Maschinen und Anlagen. Außerdem kann der »e-light S« auch dezentral eingesetzt werden, also prozessnah oder direkt an den Maschinen, was mit klassischen Medienkonvertern nicht geht.

Welche neuen Anwendungen für die Lichtwellenleitertechnik in der Feldebene ermöglicht der »e-light S«?
Dazu gehören beispielsweise die Anbindung modularer Fertigungslinien, deren Layout im laufenden Betrieb an die jeweilige Auftragslage angepasst werden kann, oder vielfältige Schleppkettenanwendungen. Außerdem lassen sich mit dem »e-light S« auch mobile Anwendungen vernetzen. So werden etwa im Sicherheitsbereich schon heute Container eingesetzt, die mit Kommunikationstechnik ausgestattet sind und je nach Situation versetzt werden können. Das ließe sich auch auf die intelligente Fabrik der Zukunft übertragen.

Inwiefern eignet sich der »e-light S« für Industrie-4.0- und IIoT-Anwendungen oder könnte ein Baustein solcher Anwendungen sein?
Im Grunde beruhen diese Ansätze auf einer umfassenden Vernetzung sämtlicher Prozesse. Das heißt, künftig werden alle Maschinen miteinander verbunden sein und deren Daten sowohl vor Ort als auch zentral zur Verfügung stehen. Um die Flut an Informationen zu übertragen, ist eine hochleistungsfähige IT-Infrastruktur erforderlich, die nach heutigem Stand der Technik vor allem auf Lichtwellenleitern basieren wird, und zwar bis hinunter in die Feldebene.

Inwiefern schafft der »e-light S« neue Möglichkeiten für die Anwendung von Ethernet im Feld anstelle von Feldbussen, auch im Hinblick auf Industrie 4.0 und IIoT?
Intelligente Produktionsprozesse lassen sich nur mit einer durchgängigen Datenkommunikation auf Ethernet-Basis realisieren, die sozusagen von der Maschine bis in die Cloud reicht. Dazu braucht es nicht zuletzt eine robuste und flexible Anschlusstechnik, die klassische Medienkonverter bisher nicht bieten konnten.

SPS IPC Drives: Halle 9, Stand 401