Neuer kollaborativer Roboter von Kuka Leichtbauroboter »LBR iiwa« bekommt kleinen Bruder

Einmal angelernt, kann der Leichtbauroboter »LBR iisy« von Kuka seine Arbeitsprozesse innerhalb kurzer Zeit auf beliebig viele Exemplare übertragen.
Einmal angelernt, kann der Leichtbauroboter »LBR iisy« von Kuka seine Arbeitsprozesse innerhalb kurzer Zeit auf beliebig viele Exemplare übertragen.

Kuka hat seinem kollaborativen Leichtbauroboter »LBR iiwa« einen kleinen Bruder an die Seite gestellt: den »LBR iisy«. Auf der Hannover Messe wurde der Prototyp des Neulings erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der Einarmroboter LBR iisy von Kuka hat eine 6-Achs-Kinematik mit einer Reichweite von 600 mm und trägt Lasten von bis zu 3 kg. Sein großer Bruder, der 7-Achs-Roboter LBR iiwa, ist in zwei Versionen erhältlich: einer mit 7 kg Traglast und 800 mm Reichweite und einer mit 14 kg Traglast und 820 mm Reichweite. In allen sechs Achsen hat der LBR iisy Gelenkmomentensensoren, die auch auf geringe Kräfte von außen reagieren und zertifizierten Kollisionsschutz bieten.

Der Bedienzugang zum LBR iisy steht Anwendern auf drei verschiedenen Ebenen offen: Eine Programmierumgebung ermöglicht es Experten, auch komplexe Anwendungen umzusetzen. Die neu entwickelte grafische Benutzeroberfläche gestattet eine schnelle und intuitive Parametrisierung von Arbeitsabläufen, ohne dass dezidierte Programmierkenntnisse nötig wären. Zudem lässt sich der Roboter per simpler Handführung anlernen. Für den Betrieb des LBR iisy ist kein spezielles Industriebediengerät erforderlich - ein Consumer-Tablet reicht aus.

Der LBR iisy ist vollständig in Kukas Industrie-4.0-Ecosystem eingebettet. Das Unternehmen wird Software-Apps global zum Download bereitstellen, mit denen Anwender den Wirkungskreis des Roboters erweitern können. Die Cloud-Lösung »Kuka Connect« ermöglicht jederzeit Zugriff auf die Daten des Roboters und deren Analyse. Mit der »Kuka Simulation Suite« lassen sich einfache ebenso wie komplexe Produktionsabläufe direkt auf dem Desktop definieren, testen und optimieren. Die Ergebnisse sind dann problemlos in die reale Produktionsumgebung zu übertragen.

Der LBR iisy lässt sich so programmieren, dass er sich selbst auf neue Arbeitsstationen einstellen kann. Im Suchlaufmodus spürt er beispielsweise relevante Schraubstellen auf, übernimmt die Feinjustierung von Bauteilen und dreht Schrauben selbstständig fest ein. Auch im Umfeld bereits vorhandener Maschinen arbeitet er eigenständig und zuverlässig in der exakten Position zum Werkstück.