Konzentration auf die Robotik Kuka Systems verkauft Werkzeugbau-Sparte und HLS-Gruppe

Schon auf der Automatica 2014 erstmals vorgestellt, aber immer noch hochaktuell ist der einarmige Leichtbauroboter »LBR iiwa« von Kuka - iiwa steht für »Intelligent Industrial Work Assistant«. Hier ist er bei der Montage von Geschirrspülern tätig.
Kuka Systems konzentriert sich künftig noch stärker auf sein Kerngeschäft mit Automatisierungslösungen auf Roboter-Basis: Hier ist der Leichtbauroboter »LBR iiwa« von Kuka bei der Montage von Geschirrspülern tätig.

Die Kuka-Tochter Kuka Systems GmbH will sich noch stärker auf ihr Kerngeschäft mit Automatisierungslösungen auf Roboter-Basis konzentrieren: Sie verkauft ihren Geschäftsbereich Werkzeugbau an Porsche und die HLS Engineering Group an zwei Finanzinvestoren.

Der Geschäftsbereich Werkzeugbau mit den Standorten Schwarzenberg im Erzgebirge und Dubnica in der Slowakei beschäftigt rund 600 Mitarbeiter und hat seine Kunden in der Automobilindustrie. Die Übernahme steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Prüfung.

»Mit der Porsche AG haben wir einen neuen Eigentümer gefunden, der das spezifische Know-how im eigenen Hause integrieren und weiterentwickeln möchte«, erläutert Dr. Till Reuter, Vorstandsvorsitzender der Kuka AG. »Wir werden die Mitarbeiter des Geschäftsbereichs Werkzeugbau in verantwortungsvolle Hände geben und sind überzeugt, dass der Werkzeugbau auch weiterhin erfolgreich ist und von der Zugehörigkeit im Porsche-Verbund profitieren wird.«

Darüber hinaus übergibt Kuka die seit rund neun Jahren zur Kuka Systems GmbH gehörende HLS Engineering Group mit Sitz in Augsburg an die Finanzinvestoren Aheim Capital und TerVia Invest. Die HLS-Gruppe ist mit rund 250 Mitarbeitern im Bereich Engineering Services für den Anlagen- und Maschinenbau tätig. Die neue Eigentümerstruktur sieht vor, dass von Aheim Capital verwaltete Fonds und die TerVia Invest sich zu gleichen Teilen an der HLS Engineering Group beteiligen. Auch Ulrich Betz, Geschäftsführer der HLS-Gruppe, wird sich beteiligen. Kuka Systems wird weiterhin mit der HLS-Gruppe zusammenarbeiten, sich aber durch den Verkauf noch stärker auf sein Kerngeschäft konzentrieren.

Aheim Capital ist eine Investitionsgesellschaft, deren Fonds schwerpunktmäßig in mittelständische Unternehmen investiert. TerVia Invest ist Teil einer seit 2003 bestehenden Familienvermögensverwaltung und bietet mittelständischen Unternehmen langfristiges Eigenkapital für Expansionsfinanzierungen und Gesellschafterwechsel. »Kuka übergibt die HLS Engineering Group damit an starke und verantwortungsbewusste Partner, die das nachhaltige Wachstum der HLS-Gruppe weiter unterstützen werden«, hieß es beim Augsburger Konzern. »Der Eigentümerwechsel bietet der HLS-Gruppe zusätzliche Chancen, ihre Kundenbasis und ihr Produktportfolio zu erweitern.«