PI / OPC Foundation Kooperation auch in Sachen Industrie 4.0

Profibus & Profinet International (PI) und die OPC Foundation weiten ihre bestehende Zusammenarbeit auf das Thema Industrie 4.0 aus: Konkret wollen die beiden Organisationen die Integration von OPC UA in die Systemarchitektur von Profinet vorantreiben.

Aus Sicht von PI zeichnet sich ab, dass die Service-orientierte Architektur von OPC UA (Unified Architecture) ein Baustein für die Entwicklung von Industrie 4.0 sein wird, etwa wenn es um die Kommunikation mit Geräten wie Bedienstationen über der Steuerungsebene oder die Produktionsdaten-Übertragung von den Geräten zur Unternehmens-IT geht, vor allem in Umgebungen mit unterschiedlichen Anbietern. Damit werde OPC UA zum Bindeglied für die nicht-deterministische Kommunikation zwischen verschiedenartigen Geräten dieser Ebene und zwischen den Ebenen. Profinet übernehme in Automatisierungssystemen die Übertragung deterministischer Echtzeitdaten und steuerungsrelevanter azyklischer Daten. Schon heute ergänzten sich deshalb Profinet und OPC UA, weil Profinet offene Kommunikation auf Basis von TCP/IP ohne zusätzlichen Aufwand parallel erlaube.

»Um ein Beispiel zu nennen: Die Automatisierung einer Schraubersteuerung erfolgt in Echtzeit über Profinet«, erläutert der PI-Vorstandsvorsitzende Karsten Schneider. »Die Qualitätsdaten, etwa die Drehmomente, mit denen die Schrauben angezogen werden, lassen sich dann per OPC UA an die Qualitäts-Management-Systeme über dasselbe Kabel übertragen.«

PI betrachte OPC UA als eine sinnvolle Erweiterung zu Profinet: »Die Eigenschaft, beide Dienste parallel im selben Netzwerk laufen zu lassen, eröffnet völlig neue Möglichkeiten und bildet die Grundlage für Megatrends wie Industrie 4.0 und das IIoT«, verdeutlicht Schneider.

Thomas Burke, Präsident der OPC Foundation, sieht in der Kooperation eine Menge von Synergien: »Die Zusammenarbeit zwischen Profibus & Profinet International (PI) und der OPC Foundation bietet die Lösung zur Integration von Informationen und Interoperabilität, von Embedded-Plattformen bis zur Unternehmensleitebene.«