Wittenstein cyber motor Kleinservomotoren mit integrierter Spindel

Das Schnittbild eines der neuen Kleinservomotoren zeigt das Prinzip der integrierten Spindel.
Das Schnittbild eines der neuen Kleinservomotoren zeigt das Prinzip der integrierten Spindel.

Bei seinen neuen Kleinservomotoren ist es Wittenstein cyber motor gelungen, die Spindel zu integrieren. Genauer gesagt: Der Gewindetrieb hat vollständig im Aktuatorgehäuse Platz gefunden – Servomotor, Spindeltrieb, Linearführung und Gebersystem bilden eine geschlossene und einbaufertige Einheit.

»Bei Servomotoren in solch kompakter Baugröße ist dies ein technisches Alleinstellungsmerkmal«, betont Carolin Ank, Produktmanagerin bei Wittenstein cyber motor. »Entsprechende Lösungen in dieser Baugröße sind auf dem Markt bislang kaum erhältlich. Entweder kommen wartungsintensive Pneumatikzylinder zum Einsatz, die nicht flexibel regelbar sind, oder es handelt es sich um Lösungen mit offener Spindel, die nicht industrietauglich sind.«

Die wegen ihres lebensdauertauglichen Schmiersystems wartungsfreien Kleinservomotoren ergänzen das Portfolio rotativer Servomotoren und Servoaktuatoren der Produktfamilie »cyber dynamic line«. Geeignet sind sie unter anderem für hochdynamische Positionierachsen von Maschinen sowie zum Fügen, Biegen, Greifen oder Dosieren in der Umform- und Handhabungstechnik, der Halbleiterindustrie, der Montageautomatisierung und in Verpackungsmaschinen. Die Volledelstahlausführung mit Schutzart IP65 bietet sich für Abfüll- und andere Anlagen der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie an.

Erhältlich sind vier Baugrößen mit 17, 22, 32 oder 40 mm Außendurchmesser. Der komplette Antrieb ist in einem Edelstahlgehäuse in Schutzart IP54 untergebracht und eignet sich für jede beliebige Einbaulage. Die Spindel selbst ist wartungsfrei und verdrehgesichert in einem geschlossenen Schubrohr ausgeführt. Der Spindeltrieb in Verbindung mit der verstärkten Lagerung ermöglicht die Kraftwirkung sowohl in Zug- als auch in Druckrichtung. Als Gebersystem ist für alle Baugrößen ein Singleturn-Absolutwertgeber mit einer Auflösung von 12 Bit verfügbar. Bei Baugröße 32 und 40 können Kunden auf den derzeit kleinsten integrierten Multiturn-Geber zurückgreifen. Alle Baugrößen bieten zudem eine schleppkettentaugliche und EMV-sichere Einkabeltechnik.

Im Gegensatz zu Pneumatikzylindern ermöglichen die Kleinservomotoren in jeder Anwendung präzise und flexibel regelbare Positioniervorgänge ohne Umrüstarbeiten an der Maschine. Sie kommen dadurch auch für Anwendungen mit häufigen Formatwechseln in Frage.

In Verbindung mit Wittensteins Servoreglern der Serie »simco drive« lassen sich die Kleinservomotoren zu Kleinservoachsen konfigurieren. Hierbei entstehen Systeme, die per CANopen, EtherCAT, Profinet RT/IRT oder EtherNet/IP in übergeordnete Steuerungen integrierbar sind. Zu den Software-Features für eine sichere Inbetriebnahme gehört eine automatische Endlagenbegrenzung: Sie verhindert, dass die mechanischen Anschläge des Aktuators dynamisch angefahren werden. Zudem ermöglicht ein elektronischer Homing-Modus die freie Festlegung und Referenzierung der 0-Position durch den Maschinenbediener.

»Die Lösung bietet Anwendern den Vorteil, eine kompakt aufgebaute, vollintegrierte Einheit aus Servomotor, Gewindetrieb, Verdrehsicherung und Gebersystem zu haben«, resümiert Carolin Ank. »Die Linearaktuatoren ermöglichen präzise und flexibel regelbare Positioniervorgänge und lassen sich in Verbindung mit dem Regelgerät ‚simco drive‘ leicht in die übergeordnete Steuerungsumgebung einbinden.«

Wittenstein auf der SPS IPC Drives: Halle 4, Stand 221