Schlussentwurf liegt vor ISO 14119 als neue Norm für Verriegelungseinrichtungen

Die zuständige ISO-Arbeitsgruppe hat den Schlussentwurf für die neue Norm ISO 14119 »Sicherheit von Maschinen - Verriegelungseinrichtungen in Verbindung mit trennenden Schutzeinrichtungen« verabschiedet. Die neue Norm definiert Leitsätze für die Gestaltung und Auswahl von Schutztürsystemen.

Im Vergleich zur bislang geltenden EN 1088 berücksichtigt die ISO 14119 zusätzliche Techniken wie RFID oder elektromagnetisch wirkende Zuhaltungen, klassifiziert Verriegelungsschalter und regelt die Vorgaben für den Einbau von Schutzeinrichtungen klarer. Die Regulierungen sind vor allem für den Manipulationsschutz von Schutzeinrichtungen bedeutsam.

Die ISO 14119 wird alle nationalen Normen zum Thema ersetzen und weltweit gelten. »Sie bedeutet damit auch formal einen großen Schritt nach vorne: War die alte Norm eine rein europäische, wird die neue Norm von der ISO herausgegeben«, erläutert Thomas Kramer-Wolf, Fachreferent Normen beim Automatisierungstechnik-Hersteller Pilz. Nach Verabschiedung des Schlussentwurfs wird die Annahme durch ISO und CEN für das zweite Quartal 2013 erwartet. Die EN 1088 würde folglich Mitte 2013 mit einer Übergangsfrist von 18 Monaten durch die ISO 14119 abgelöst.

»Maschinenhersteller haben Vorteile, wenn sie ab sofort bei der Konstruktion von Schutztürsystemen auf Konformität zur neuen ISO 14119 achten«, betont Kramer-Wolf. »Der vorliegende Schlussentwurf ist dabei bereits eine verlässliche Basis.« Als Safety-Spezialist hat Pilz an der Ausarbeitung des Normenentwurfs mitgewirkt. »Mit seinen Sicherheitsschaltern und sicheren Schutztürsystemen wird Pilz den Vorgaben der neuen Norm schon jetzt gerecht«, hebt Kramer-Wolf hervor.