IO-Link Community IO-Link-Safety-Spezifikation freigegeben

Auf Basis der Spezifikation »IO-Link Safety System Extensions V1.0« können die Hersteller jetzt beginnen, IO-Link Safety in ihre Systeme zu integrieren.
Auf Basis der Spezifikation »IO-Link Safety System Extensions V1.0« können die Hersteller jetzt beginnen, IO-Link Safety in ihre Systeme zu integrieren.

Als Ergänzung zur Sensor/Aktor-Punkt-zu-Punkt-Verbindung IO-Link gibt es jetzt die Safety-Variante »IO-Link Safety«: Die IO-Link Community hat deren Spezifikation freigegeben und veröffentlicht. Gleichzeitig hat der Sensorhersteller Balluff eine eigene Safety-Lösung für IO-Link vorgestellt.

Nachdem IO-Link Safety auch die Konzeptprüfung des TÜV Süd erfolgreich abgelegt hat, steht der Umsetzung in Systeme und Geräte nichts mehr im Weg. Auf Basis der Spezifikation »IO-Link Safety System Extensions V1.0« können die Hersteller jetzt beginnen, IO-Link Safety in ihre Systeme zu integrieren. Hand in Hand werden parallel dazu die Testspezifikation und Testsysteme sowie die Zertifizierung vorbereitet.

Wie schon IO-Link ist auch IO-Link Safety Feldbus- und System-unabhängig, was durch die Umsetzung der am Markt verfügbaren Safety-Protokolle zu IO-Link Safety im Master erreicht wird. Die IO-Link-Safety-Devices bleiben damit weltweit einheitlich. »Wenn man bedenkt, dass es bereits heute mit den 4000 Device-Typen wesentlich mehr gibt als IO-Link-Master, liegen die Vorteile auf der Hand«, erläutert Karsten Schneider, Vorstandsvorsitzender von PI Profibus & Profinet International, der Nutzerorganisation, unter deren Fittichen die IO-Link Community agiert. »Soll ein neuer Markt oder ein neues System für IO-Link Safety erschlossen werden, so muss nur ein entsprechender IO-Link Safety Master entwickelt werden. Alle vorhandenen IO-Link Safety Devices lassen sich unverändert verwenden.«

Der Konfigurationsaufwand für IO-Link Safety ist gering. Die Authentifizierung ergibt sich aus der Zuordnung zum Master-Port, und die Überwachungszeit je Device wird automatisch eingestellt. Wie bei IO-Link lassen sich Devices ohne Engineering Tool austauschen. Ein ausgetauschtes Device erhält nach Wiederanlauf automatisch die gespeicherten Parameter seines Vorgängers. Zudem verhindert die Authentifizierung Verwechslungen, aber auch Manipulationen.

Eine große Herausforderung ist die offene und sichere Parametrierung von Safety Devices. IO-Link Safety Devices haben immer eine Gerätebeschreibung IODD (IO Device Description), die die Kommunikationseigenschaften, die Identifikation, die Parametrierung und die Diagnose vollständig enthält. Die einschlägigen Normen verlangen aber ein »Dedicated Safety Tool«, um Manipulationen auszuschließen. Daher gibt es eine Software-Schnittstelle zur Integration der zu den Devices gehörenden Dedicated Tools in die IO-Link Engineering Tools. Das Device Tool Interface (DTI) ist einfach gehalten und stellt somit sicher, dass die Integration in die vorhandenen IO-Link Engineering Tools kein Problem darstellt und auf der Device-Seite vorhandene sicherheitsgerichtete Geräte-Software leicht anzupassen und weiterzuverwenden ist.

Wichtig dabei ist, dass sich das Paket aus IO-Link Safety Device, IODD und »Dedicated Tool« unverändert weltweit in allen Systemumgebungen einsetzen lässt. Damit können Anwender auf ein großes Spektrum von Geräten zugreifen - gleich welches Automatisierungssystem sie verwenden oder in welcher Branche und Region sie tätig sind.

Die IO-Link Community rechnet zwar für 2017 noch nicht mit Produkten, erwartet aber im Anschluss ein zügiges Rollout weltweit, besonders in Asien und Europa.