Rohwedder-Insolvenz Investoren für die Geschäftsbereiche gesucht

Nach dem Insolvenzantrag der Rohwedder AG kann der Geschäftsbetrieb laut einer Ad-hoc-Mitteilung des Unternehmens mit den vorhandenen finanziellen Mitteln nicht dauerhaft aufrechterhalten werden.

Im Geschäftsjahr 2008 hatte der Konzern mit Hauptsitz in Bermatingen rund 22,8 Mio. Euro Verlust gemacht. 2009 dürfte der Verlust laut dem vorläufigen Insolvenzverwalter Dr. Volker Grub von der Stuttgarter Anwaltskanzlei Grub Brugger ähnlich hoch ausgefallen sein.

Vorstand und vorläufiger Insolvenzverwalter bemühen sich deshalb um Investoren für alle Geschäftsbereiche der Rohwedder AG. Diese werden voraussichtlich im Rahmen einer übertragenden Sanierung veräußert, was bedeutet, dass nach eröffnetem Insolvenzverfahren die Rohwedder AG selbst nicht fortgeführt, sondern liquidiert wird und die Aktionäre auf ihr Kapital nicht mit Zahlungen rechnen können.

Rohwedder bietet vor allem Automatisierungstechnik für die Elektronikfertigung. Der Insolvenzantrag des Unternehmens betrifft auch den erst 2007 von Rohwedder übernommenen, in Lörrach ansässigen Bestückungsautomaten-Geschäftsbereich Mimot. Nicht betroffen sind dagegen die eigenständige Tochtergesellschaft JOT Automation mit Hauptsitz im finnischen Oulu und die Rohwedder North America Inc. im kanadischen Markham.