Sichere Identifikation Industriekommunikation 4.0 erfordert sichere Identität

Sichere Identitäten sind die Basis für industrielle Kommunikation innerhalb der Industrie 4.0.
Sichere Identitäten sind die Basis für industrielle Kommunikation innerhalb der Industrie 4.0.

Wenn Produktionsanlagen sich selbst organisieren und weltweit miteinander kommunizieren, kommt es auf die Datensicherheit (Security) an. Ein wichtiger Aspekt der Security ist sichere Identität: Die Kommunikationspartner müssen sich zuverlässig identifizieren können, um »vertrauensvollen« Datenaustausch zu tätigen.

Die Möglichkeiten zu kommunizieren sind so vielfältig wie nie zuvor. Dies gilt sowohl im persönlichen Umfeld als auch in Wirtschaft und Industrie. Die vierte industrielle Revolution - Industrie 4.0 - wird die Vielfalt der Kommunikationsbeziehungen noch deutlich vergrößern. Maschinen und Fahrzeuge werden in der Lage sein, autonom miteinander zu kommunizieren. Ansätze solcher Lösungen sind in aktuellen Geräten schon sichtbar und werden in Zukunft Schritt für Schritt Wirklichkeit werden. Neben der technischen Realisierbarkeit besteht die Herausforderung darin, einen organisatorischen Rahmen zu schaffen, der diese Möglichkeiten allen Unternehmen zugänglich macht.

Vertrauen in der Kommunikation

Unabhängig von Art und Zeitpunkt der Kommunikation ist das Fundament dabei immer, dass die Kommunikationspartner einander bekannt sind und vertrauen - so wissen wir es aus dem täglichen Leben. Sind sich die Kommunikationspartner schon bekannt, kann das Gespräch sofort beginnen, und der Inhalt des Gesprächs variiert je nach Grad der Vertrautheit. Kennen sich die Personen nicht, wird außer Small Talk nur wenig ausgetauscht. Sobald das Vertrauen in die Identität des Kommunikationspartners vorhanden ist, fließen auch persönliche oder vertrauliche Informationen.

In den Szenarien der Industrie 4.0 hält die unternehmensübergreifende Kommunikation Einzug in die Produktion. Maschinen, Anlagen, Dienste oder Steuerungen kommunizieren direkt und autonom miteinander und tauschen vertrauliche Daten aus. Auch im industriellen Umfeld stellt sich somit die Frage nach sicherer Kommunikation und vor allem sicherer Identifizierung des Kommunikationspartners, also sicherer Identität.

Sichere Identität des Kommunikationspartners

Diese Forderung ist nicht neu und aus der IT oder etwa dem Bankensektor bestens bekannt. Auch von den Diskussionen zum neuen Personalausweis mit Identifikationsfunktion für Internet-Dienste ist das Thema vertraut. Der neue Personalausweis lässt sich zur elektronischen Unterschrift verwenden oder dient dazu, sich gegenüber Behörden zu identifizieren. Hier ist die Verwendung der sicheren Identität etabliert, und die Anwendungen werden zahlreicher werden. Auch beim Enterprise-Resource-Planning (ERP) ist dies erforderlich, wenn Unternehmen und Subunternehmen Logistikdaten austauschen oder Produktkataloge für interne und externe Shop-Lösungen nutzen. Im Internet wird dabei mit Sicherheitszertifikaten gearbeitet.

Das Thema sichere Identität, genauer gesagt: die Sicherstellung einer korrekten Identifizierung, hat große Relevanz. Zukünftige Szenarien werden eine weitestgehende Vernetzung von Büro-IT, Consumer-Geräten (BYOD - Bring your own device: Verwendung privater Geräte im Unternehmen) und Automatisierungsanlagen bringen. Bereits heute sind Smartphone-Apps zur Diagnose und Steuerung von Maschinen im Einsatz. In allen Fällen ist das sichere Wissen um die Identität der Kommunikationspartner essentiell. Zudem geht es um den Schutz der Identität. Dabei ist zu gewährleisten, dass Dritte die Kommunikation zweier Parteien nicht verfolgen können.