Neue VDMA-Bildverarbeitungs-Marktdaten IBV-Branche schafft erneut Rekordumsatz

Der Umsatz der deutschen Bildverarbeitungs-Branche von 2005 bis 2016 (2016: Prognose)
Der Umsatz der deutschen Bildverarbeitungs-Branche von 2005 bis 2016. Die in dem Schaubild noch enthaltene Prognose von 8 Prozent Wachstum im Jahr 2016 wurde gleich um 3 Prozent übertroffen.

Ein Umsatzwachstum um 10 Prozent erzielte die europäische Bildverarbeitungs-Industrie im Jahr 2016 laut der vorläufigen Auftragseingangs- und Umsatzstatistik des VDMA – ein neuer Rekord. Die deutsche Branche erreichte ebenfalls eine neue Bestmarke: Ihr Umsatz stieg um 11 Prozent auf 2,3 Mrd. Euro.

Auch der Auftragseingang legte gegen Jahresende nochmals deutlich zu, so dass die europäische Bildverarbeitungs-Industrie – allen politischen Unsicherheiten zum Trotz – gelassen in das neue Jahr starten konnte. Insgesamt rechnen die deutsche und die europäische Branche für das Jahr 2017 mit einem Umsatzplus von 8 Prozent. Auf Wachstumskurs befinden sich die Bildverarbeiter in Deutschland und Europa schon seit Jahren: Innerhalb von zehn Jahren, von 2005 bis 2015, hat sich Umsatz der deutschen Branche verdoppelt.

»Bildverarbeitung liegt im Trend - das Wachstum setzt sich fort«, erläuterte Dr. Olaf Munkelt, Vorstandsvorsitzender der VDMA-Fachabteilung Industrielle Bildverarbeitung, anlässlich der Veröffentlichung der neuen VDMA-Marktdaten. »Seit Jahren erobert sich die europäische Bildverarbeitungsindustrie neue Anwendungen und Märkte. Viele Zukunftsvisionen wie etwa die Fabrik oder das Auto der Zukunft sind nur mit der Schlüsseltechnologie Bildverarbeitung realisierbar. Und neue Trends wie Embedded Vision eröffnen weitere Anwendungsfelder.« Mehr Details zu Produkten, Absatzmärkten und Anwendungen sowie eine genauere Wachstumsprognose folgen im Juni, wenn die Auswertung der jährlichen VDMA-IBV-Marktbefragung vorliegt.

Der Grund für den Boom ist laut Munkelt, dass Maschinen und Roboter jetzt mit Bildverarbeitungssystemen das Sehen lernen können. »Diese Schlüsseltechnologie kommt nicht nur im weltweiten Automatisierungs-Wettlauf der klassischen Industriezweige verstärkt zum Einsatz, sondern erobert sich auch ganz neue Branchen«, sagt er. »Verbesserte Qualität, höhere Zuverlässigkeit, mehr Sicherheit und Wirtschaftlichkeit sind Eigenschaften, die in den nichtindustriellen Einsatzfeldern ebenso gefragt sind wie in der industriellen Fertigung.«