Cloud im Kommen Gebäude-Management auf Cloud-Basis

Monitoring für alle Liegenschaften, komfortabel dank der Cloud
Monitoring für alle Liegenschaften, komfortabel dank der Cloud

Vor allem wenn es mit Energie-Management einhergeht, bedarf Gebäude-Management nicht nur entsprechender Logging- und Übertragungstechnik für die erfassten Messdaten, sondern auch geeigneter Visualisierung. Hierfür bieten sich Portallösungen auf Cloud-Basis an.

Ziel eines jeden Gebäude-Managements ist es, Liegenschaften und die darin befindlichen technischen Anlagen effizient zu bewirtschaften und zu verwalten. Dafür gilt es, die Anlagendaten möglichst an zentraler Stelle zu sammeln, auszuwerten und verständlich aufzubereiten. Optimierungspotentiale werden dann ebenso ersichtlich wie reale oder potentielle Fehlerquellen, die funktionelle Einbußen zur Folge haben oder eine effiziente Bewirtschaftung verhindern. Der praktische Nutzen eines solchen Vorgehens leuchtet ein, aber die Umsetzung – vor allem bei älteren Gebäuden – ist keineswegs trivial. »Inzwischen gibt es jedoch praktikable Lösungen, die auf bewährte Industrie-Hardware setzen und sich für die Visualisierung die Cloud zunutze machen«, erläutert Jan Behrmann, dessen Beratungsfirma M2M-Concepts auf Projektbasis für den Industriekommunikationstechnik-Anbieter Welotec tätig ist. »Denn eine auf den jeweiligen Einsatzbereich maßgeschneiderte Visualisierungslösung selbst zu betreiben und technisch auf aktuellem Stand zu halten, kann schnell sehr aufwändig werden und so letztendlich die Gesamteffizienz des Gebäude-Managements schmälern.«

In der Gebäudetechnik hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Bei Neubauten vereinfacht inzwischen intelligente, vernetzte Technik das Gebäude-Management erheblich. Anders sieht es aus, wenn man ältere Gebäude entsprechend nachrüsten will, um beispielsweise die Verbräuche in kommunalen Einrichtungen oder Wohnanlagen an zentraler Stelle zu erfassen und auszuwerten. »Hierfür im Nachhinein praktikable und vor allem auch ökonomisch sinnvolle Lösungen zu finden, ist nicht einfach«, hebt Jan Behrmann hervor. »Aber nur so ist es möglich, bei Bestandsbauten etwaige Optimierungspotentiale aufzudecken oder – falls nötig – aus der Ferne bzw. von zentraler Stelle aus ins Geschehen einzugreifen, etwa bei Fehlermeldungen. Der Verantwortliche im Technischen Rathaus fragt dann Daten von Kindergarten, Schule, Schwimmbad und Sporthalle ab, wertet sie aus, prüft und greift gegebenenfalls bei Fehlern direkt ein. Gleiches gilt beispielsweise auch für Hausverwaltungen, die räumlich verteilte Liegenschaften zu betreuen haben.«

Daten sammeln und kabellos übertragen

Nicht von ungefähr haben sich Automatisierungsfirmen dieses Themas angenommen. Welotec beispielsweise bietet für ein effizientes Gebäude-Management ein Gesamtpaket an, das aus einem breiten Sortiment passender, leicht nachrüstbarer Hardware und einer Portallösung auf Cloud-Basis besteht. Die Cloud-Lösung mit dem Namen »my-M2M« wurde von Narz Systems entwickelt und lässt sich leicht an individuelle Bedürfnisse anpassen. Für den Anwender ergeben sich dadurch gleich mehrere Vorteile: Wenn er für die Visualisierung die Cloud nutzt, muss er nicht in Software und deren Pflege investieren; außerdem geht die Inbetriebnahme deutlich schneller vonstatten.

Die Hardware ist ebenfalls einfach zu installieren, leicht in Betrieb zu nehmen und problemlos nachrüstbar. Zur Auswahl stehen unterschiedliche Telemetrie-Lösungen auf Basis der Mobilfunktechniken GSM, GPRS, UMTS und LTE. Die Datenlogger-/Telemetrie-Module des Herstellers Inventia eignen sich für die Datensicherung und Datenübertragung bei der Fernüberwachung und bieten zahlreiche binäre und analoge Eingänge sowie Steuerausgänge. Interne Flash-Speicher ermöglichen das Speichern vieler Tausend Einträge. Die Messdaten werden dabei jeweils mit einem präzisen Zeitstempel versehen. Zur Übertragung der Messdaten etwa an eine zentrale Leitwarte oder direkt zur räumlich entfernten Verwaltungszentrale des Betreibers sind dann die GSM-Datenübertragung und der SMS-Versand vorgesehen.

Erfassung und Übertragung von Messdaten lassen sich abhängig von der Anwendung zeit- oder ereignisgesteuert einstellen. Daten werden somit nur dann gemessen und übertragen, wenn es wirklich nötig ist. »Das reduziert den Energieverbrauch und verlängert bei batteriebetriebenen Ausführungen die Standzeiten auf bis zu zehn Jahre«, betont Jan Behrmann. Programmierbar sind die Geräte lokal über einen USB-Port. Als Option gibt es eine RS-232-, RS-485- oder M-Bus-Schnittstelle. Dank robusten IP67- oder optional IP68-Gehäusen sind die Geräte auch in rauer Umgebung direkt am Messort montierbar.