Schildknecht Funkmodul ermöglicht Fernüberwachung per Twitter

Skalierbarkeit ist Trumpf: das Funkmodul »Dataeagle 7000 M2M« von Schildknecht
Skalierbarkeit ist Trumpf: das Funkmodul »Dataeagle 7000 M2M« von Schildknecht

Der Datenfunkspezialist Schildknecht hat ein skalierbares Funkmodul entwickelt, das Daten aus beliebig vielen Quellen beliebig vielen Empfängern bereitstellen kann, und zwar mit Hilfe von Internet- bzw. Cloud-Diensten. Warnmeldungen lassen sich auch über Twitter an den Cloud-Speicher absetzen.

Das Schildknecht-Funkmodul mit dem Namen »Dataeagle 7000 M2M« ermöglicht es, eine Datenfunkverbindung zwischen Automatisierungsgeräten wie etwa Sensoren, Aktoren und Steuerungen einerseits und Mobilfunknetzen andererseits aufzubauen. Es bietet sechs digitale E/A sowie jeweils zwei analoge Ein- und Ausgänge. Dank Skalierbarkeit lassen sich bis zu sieben Exemplare in einem System aneinanderhängen. Auf Wunsch ist die Verbindung zur SPS auch über Profibus, Profinet, Modbus oder CANopen möglich.

Über GPRS-Mobilfunk leitet das Modul die eingesammelten Daten an einen zugeordneten Speicherplatz in der Cloud weiter, und zwar mittels einer gewöhnlichen Smartphone-SIM-Karte bei kostengünstiger Daten-Flatrate. Zusätzliche Dienste des Netzbetreibers wie etwa SMS werden dabei nicht in Anspruch genommen. Außer GPRS unterstützt das Modul auch die Kommunikation über WLAN und DSL/Ethernet.

Auf die in der Cloud abgelegten Informationen können die Nutzer weltweit über Internet-fähige Geräte wie Smartphones, Tablet- und andere PCs oder ein weiteres Funkmodul zugreifen. Warnmeldungen aus der Maschine oder Anlage gelangen nicht als SMS an den oder die vorgesehenen Empfänger, sondern über den Kurznachrichtendienst Twitter, was sich Schildknecht zufolge als deutlich flexibler erweist. So melden Maschinen Betriebsstörungen oft mittels Warnlampen, die bei Aktivierung zugleich eine SMS an einen Empfänger mit festgelegter Mobiltelefonnummer absetzen. Soll, etwa bei Schichtbetrieb, ein anderer Empfänger oder sollen aus Sicherheitsgründen mehrere Empfänger informiert werden, so ist eine Umparametrierung der SMS-Melder erforderlich, was in Betrieben mit einer großen Zahl von Warnlampen sehr zeitintensiv sein kann. Mit Hilfe des »Dataeagle 7000 M2M« lassen sich die Warnmeldungen als Textnachrichten über Twitter an den Cloud-Speicher absetzen. Sie stehen dann dort als Tweets allen Teilnehmern zur Verfügung bzw. können über einen Push-Dienst unmittelbar an alle eingetragenen Teilnehmer weitergeleitet werden.

Das »Dataeagle 7000 M2M« bietet auf Wunsch die Funktion eines Doppel-SIM-Kartensystems für den automatischen Wechsel zwischen zwei Mobilfunknetzen. Sein Betrieb ist Schildknecht zufolge sehr wirtschaftlich: Außer den Kosten für eine Standard-SIM-Karte fallen demnach nur transferabhängige Kosten für den Cloud-Speicher an - Bruchteile von Cent pro 1000 Transaktionen. In der industriellen Praxis könne daher ein einzelnes Funkmodul einen Datenaustausch im 10-Minuten-Takt mit Gesamtkosten von etwa 10 Euro pro Monat für SIM und Cloud realisieren.

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